Jetzt wird es ganz schwer für den FSV

Die Reichenbacher Volleyballerinnen haben ihr Regionalligaspiel in Lichtenstein 0:3 verloren. Nun droht der Abstieg.

Reichenbach.

Nach einer deutlichen 0:3-Niederlage beim SSV Lichtenstein sind die Hoffnungen auf den sportlichen Klassenerhalt in der Volleyball-Regionalliga für die Frauen von Aufsteiger FSV Reichenbach erheblichen gesunken. Der Rückstand auf die Lichtensteinerinnen, die aktuell auf dem ersten Nichtabstiegsplatz stehen, wuchs auf sechs Zähler an.

Im ersten Satz wurde es nach einer 14:8-Führung für die Heimmannschaft zwar kurzzeitig knapp, dann erspielte sie sich aber vor guter Kulisse von rund 120 Zuschauern einen sicheren 25:17-Erfolg. Gute Aufschläge und eine solide Spielweise reichten aus, denn Reichenbach kämpfte zwar, konnte aber nur bedingt Durchschlagskraft im Angriff entwickeln.

Auch im zweiten Durchgang gab Lichtenstein klar den Ton an, vor allem in der Phase, in der von 8:8 auf 21:12 davongezogen wurde. Reichenbach stemmte sich noch einmal dagegen und kam beim 22:19 heran, doch die Vogtländerinnen leisteten sich wieder einige leichte Fehler. "Wir hatten vor allem bei den langen Ballwechseln Vorteile", stellte der Lichtensteiner Trainer Sascha Grieshammer nach der Partie fest, die eher vom Kampf, als von spielerischer Raffinesse geprägt war. Das Spiel dürfte auch das Aufeinandertreffen der beiden körperlich kleinsten Teams der Liga gewesen sein, sodass eher Tempo und Übersicht anstelle von kraftvollen Außenangriffen die Entscheidung brachten.

Mit 25:20 ging der zweite Satz an die SSV-Frauen, die im dritten Durchgang bis zur Satzmitte meist hinten lagen. In einigen Situation gab es Abstimmungsprobleme oder die Spielerinnen kamen einen Schritt zu spät, doch das sollte im weiteren Verlauf auch Reichenbach wieder passieren. So wurde aus einem 11:13-Rückstand eine 20:14-Führung für die Lichtensteinerinnen. Am Ende wurde es zwar noch einmal knapp, doch beim zweiten Satzball war Christin Judaschke zum 25:23 erfolgreich. Die Außenangreiferin des SSV hat im Nachwuchs selbst in Reichenbach gespielt. "Unsere Abwehr war diesmal richtig gut, und manchmal hatten wir auch die nötige Portion Glück", sagte sie.

Im Hinspiel hatte Lichtenstein noch 1:3 verloren, was laut Sascha Grieshammer vermeidbar war. "Das Spiel lief da genau andersherum. Wir haben alles probiert, aber es lief einfach nicht. So war es heute bei Reichenbach", stellte er fest.

Die Spielführerin des FSV Reichenbach, Sina Erhardt, teilte diese Einschätzung. "Es kam viel mehr Gegenwehr von Lichtenstein. Wir haben gut gekämpft und werden auch weiter alles versuchen", sagte sie. Für Sophie Philipp, neben Teresa Neuhäuser und Thyra Popov eine der früheren Lichtensteinerinnen im Reichenbacher Team, war das Spiel enttäuschend. "Wir hatten uns schon mehr erhofft", sagte sie auch mit Blick auf die Ausfälle von Leistungsträgerinnen bei ihrem Ex-Verein.

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