Jößnitz muss in zwei Wochen gleich zweimal zu Concordia

Die zweite Pokalrunde wird im Vogtländischen Fußball-Verband am Wochenende ausgetragen. Dabei gibt es gleich neun Pflichtspiel-Premieren.

Plauen.

Die Vertreter der Vogtlandliga haben sich in der Vorwoche bei ihrem Einstieg in den Kreispokalwettbewerb so treffsicher wie noch nie gezeigt. 88-mal versenkten sie das Runde im Eckigen, kassierten selbst nur elf Gegentreffer. Fünf davon schluckte allein Lengenfeld, das überraschend in Ruppertsgrün als einziger Vertreter der höchsten Liga des Kreises ausschied. Schreiersgrün schaffte mit dem 19:0 bei Eintracht Auerbach ein Rekordergebnis. Syrau (10:0 in Ellefeld) und Rotschau (12:1 in Wildenau) gewannen ebenfalls zweistellig.

An diesem Wochenende wird der August-Ausscheid "16 aus 77" abgeschlossen. Das ist für alle noch im Rennen befindlichen Vereine die Generalprobe für den eine Woche später folgenden Meisterschaftsauftakt. Drei Mannschaften der Kreisliga oder 1. Kreisklasse werden mindestens auch im Achtelfinale vertreten sein. In gleich neun Vergleichen stehen sich Teams zum ersten Mal im Vogtländischen Fußball-Verband in einem Pflichtspiel gegenüber. Ein Nachbarschaftsduell wurde verlegt: das vom vierfachen Pokalsieger SC Syrau beim ESV Lok Plauen. Der erwartet morgen den Erzgebirgsmeister VfB Annaberg im Landespokalwettbewerb und dürfte trotz des Klassenunterschiedes nicht chancenlos sein.

Zweimal stehen sich Vogtlandligisten im Pokalduell gegenüber. Dazu zählt der Klassiker zwischen dem VfB Auerbach II und dem FC Werda. Für Auerbach spricht der Heimvorteil, gegen die Werdaer, dass sie in den vergangenen drei Pokalwettbewerben stets in der zweiten Runde die Segel strichen. Spannung bietet auch das Aufeinandertreffen zwischen dem 1. FC Rodewisch und Fortuna Plauen. Ein Heimspiel im Pokal ist für Rodewisch eine Rarität. Nur einmal durfte man in den vergangenen 13 Spielen auf eigenem Rasen ran - im November 2016 beim 11:12 nach Elfmeterschießen gegen Rotschau.

Schreiersgrün schied noch nie in der zweiten Runde aus. Daran wird sich nach Lage der Dinge auch nichts ändern, ist der Vogtlandligist beim erstmaligen Gastspiel im nur sieben Kilometer entfernten Trieb doch haushoher Favorit.

Warm anziehen muss sich die SGUnterlosa beim BC Erlbach. Der schaffte es vorige Saison immerhin bis ins Finale und dürfte einigen Appetit auf einen erneuten Husarenstreich bekommen haben. In den beiden gemeinsamen Vogtlandklasse-Jahren blieb der BC gegen die SG daheim unbesiegt (2:2, 3:0). 2011 führte beide das Los bereits in der Ausscheidungsrunde zusammen - Erlbach zog dabei denkbar knapp 4:5 den Kürzeren.

Eine erste Standortbestimmung erhält Vogtlandklasse-Rückkehrer Coschütz in der Auseinandersetzung mit Wernesgrün. Die bisher letzten Punktspielvergleiche sahen jeweils die Kicker aus dem Bierdorf vorn (2015/16: 3:1, 5:2). Der SV Kottengrün steht bei der SpVgg Grünbach-Falkenstein vor einer mittelschweren Aufgabe. Seit dem Zusammenschluss musste Grünbach-Falkenstein in allen bisher bestrittenen 13 Pokalspielen die Koffer packen.

Reumtengrün trifft erstmals in einem Pflichtvergleich auf Mühltroff. Aufgrund des Dreiklassenunterschiedes ist Wacker Plauen in Pfaffengrün, das erstmals die zweite Runde erreichte, haushoher Favorit. Zwei Achtelfinalteilnahmen (2017/ 18, 2014/15) war für Wacker bisher das höchste der Gefühle.

Auch der VfB Auerbach III steht erstmals in Runde 2. Die höherklassig erprobten Routiniers wollen dem zweimaligen Finalisten Rotschau (2016 und 2017) einen heißen Tanz liefern. Schließlich gehört auch der SC Syrau II zu denen, die noch nie in der aktuellen Runde standen. Das Auswärtslos Netzschkau scheint schwer, aber machbar.

Endlich wieder einmal positive Schlagzeilen im Wettbewerb schrieben vor einer Woche Brunn und der VfB Schöneck. Sie kegelten Höherklassige (Neumark beziehungsweise Heinsdorfergrund) raus. Die Punktspiele gegeneinander in der Vorsaison in der Kreisliga sahen zweimal Brunn vorn (2:0, 2:1).

Oelsnitz II gab 2017/18 auf dem Weg zum Staffelsieg in der Vogtlandklasse daheim nicht einen Zähler ab. Diese Serie will Merkur gegen Adorf untermauern. Kürbitz erwies sich als bestes Auswärtsteam, holte 34 von 39 möglichen Punkten. Darunter war auch das 3:1 beim jetzigen Widersacher Leubnitzer SV. Der versuchte sich bisher vergebens an der Hürde zum Achtelfinale.

Das ging ja schon einmal gut für die TSG Ruppertsgrün los: 15 lange Jahre fristete er sein Dasein in der untersten Spielklasse, ehe im Frühsommer die Rückkehr in die Kreisliga glückte. Mit dem Sensationssieg gegen Lengenfeld setzte die TSG eine Duftmarke. Ein weiteres Heimspiel blieb ihr aber verwehrt. Sie gastiert beim kommenden Meisterschaftsrivalen VfB Plauen Nord.

Zweimal innerhalb von 14 Tagen steuert Jößnitz den Platz von Concordia Plauen an. Erst soll dort der Einzug in die nächste Pokalrunde perfekt gemacht werden, später im Punktspiel der Vogtlandklasse ein Dreier her. Glaubt man dem Papier, sollte dabei nichts schiefgehen. Zum einen scheiterte Concordia schon vor zwei Jahren im Achtelfinale an der SG (4:5 nach Elfmeterschießen), zum anderen hat sie alle bisherigen vier Meisterschaftsduelle verloren.

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