Jugend bremst Routiniers aus

Die Regionalliga-Ringer aus Pausa und Plauen haben gegen Luckenwalde ein 11:11 erzwungen. Dafür sorgte ein tolles Finale.

Pausa.

Die Ringer der Wettkampfgemeinschaft (WKG) Pausa/Plauen sind mit einem 11:11 am Samstag im Heimkampf gegen den 1. Luckenwalder SC auf Platz 2 der Regionalliga Mitteldeutschland vorgerückt. Das Feld ist hinter dem als Staffelsieger feststehenden und ungeschlagenen AV Germania Markneukirchen eng zusammengerückt. Mit jetzt 20:10 Punkten trennen das WKG-Team um die Trainer Werner Schellenberg und Anatolij Judin nur drei Zähler vom aktuellen Fünften, dem RSK Gelenau (17:13). Dazwischen stehen der RV Talheim (20:10) und die Kampfgemeinschaft Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt (19:11). Selbst die Fünft- und Sechstplatzierten KFC Leipzig (16:14) und Luckenwalde (15:15) haben rein rechnerisch an den verbleibenden drei Kampftagen noch Chancen auf einen Medaillenrang.

Großen Anteil an der Punkteteilung am Samstag hatten auf Seiten der WKG Pausa/Plauen die Ringer in den leichten Gewichtsklassen. So startete Paul Tschersich mit einem vorzeitigen Sieg, nach 51 Sekunden hatte der Plauener seinen Gegner Kevin Siegert auf beide Schultern gedrückt. Beslan Begiev wuchs am Samstag über sich hinaus. Nach sechs Minuten feierte er einen 2:1-Erfolg über den bundesligaerfahrenen Alexander Röll. Janik Rausch holte mit einem 14:2-Punktsieg gleich drei Mannschaftspunkte auf das Konto der WKG.

Ein Wiedersehen gab es mit dem Ex-Pausaer David Vala. Anatolij Judin verhinderte einen deutlichen Sieg des tschechischen Routiniers, der beim 2:0 nur einen Punkt holte, während Martin Hopf im schwersten Limit vom Luckenwalder Oliver Kock geschultert wurde. Zur Pause stand es 8:5 für Pausa/Plauen.

Es folgte ein offener Schlagabtausch. Der ins Mittelgewicht aufgerückte Mokhmad Dadaev unterlag Auswalringer Joshua Morodion mit 2:12 Punkten, Eryk May musste sich dem jungen Alan Golmohammadi 3:5 geschlagen geben. Luckenwalde ging mit diesen zwei Siegen 9:8 in Führung, die Richard Schröder mit einem 6:3-Punktsieg über Maximilian Kahnt auf 11:8 ausbaute. Und Luckenwalde hatte mit dem tschechischen WM-Teilnehmer Matous Morbitzer und dem einstigen deutschen Auswahlringer Felix Menzel in den letzten beiden Begegnungen noch zwei Asse im Ärmel. Doch die stachen nicht, denn Nils Buschner bezwang den Tschechen mit unglaublichem Kampfgeist 2:1 nach Punkten und verkürzte auf 9:11. Mateusz Kampik schaffte das Unglaubliche und rettete gegen Felix Menzel, den er mit 12:7 Punkten in die Schranken wies, das 11:11-Unentschieden. Am Samstag folgt für die WKG ein Auswärtskampf bei Luftfahrt Berlin.


2. Bundesliga kehrt zurück

Ab der Saison 2021/22 wird es wieder eine 2. Bundesliga geben. Das hat der Bundesligaausschuss des Deutschen Ringerbundes am Wochenende in Würzburg beschlossen. Die 2. Liga war vor drei Jahren aufgelöst worden, als fünf ehemalige Erstligisten eine eigene Profiliga gründeten und sich in der Folge weitere Vereine aus der 1. und 2. Liga zurückzogen. Da der Niveauunterschied zwischen Bundesliga und Regionalliga aber zu groß ist, wurden in der Vergangenheit Rufe zur Wiedereinführung der 2. Bundesliga im lauter. Künftig soll es in beiden obersten Ligen je zwei Staffeln mit acht Mannschaften geben. (rjö)


Medaille ist schon sicher

In der Landesliga Sachsen der Ringer hat die WKG Pausa/Plauen II mit einem 23:11-Erfolg über die WKG Gelenau II/Chemnitz alle Chancen im Spitzenkampf gewahrt. Pausa/Plauen liegt zwei Punkte hinter Erzgebirge Aue II auf Platz 2, punktgleich mit dem Dritten Rotation Greiz II. "Die angestrebte Medaille haben wir sicher, jetzt geht es darum, ob sie silbernen oder bronzenen Glanz hat", so Trainer Roy Thoß. Am Wochenende geht es vor heimischer Kulisse mit der WKG Weißwasser/Cottbus gegen einen Kontrahenten aus dem unteren Tabellendrittel, während Greiz II zum Fünften nach Werdau muss. (rjö)

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