Junge Rösser schnuppern erstmals Wettkampfluft

Ohne Reiter hatten die Pferde beim 9. Freisprungchampionat am Sonntag in Lengenfeld einen Parcours zu bewältigen. Der Wettkampf ist für die Züchter auch ein Schaufenster.

Lengenfeld.

18 Pferde aus Sachsen und Thüringen haben sich am Sonntag dem 9. Freispringchampionat des Vogtländischen Pferdezuchtvereins gestellt. Austragungsort war die Reithalle der Reitanlage Heckel in Lengenfeld. "Für die noch jungen Pferde ist das ein gutes Training. Man kann es mit der frühkindlichen Bildung vergleichen", sagte Franz Klötzer, Vorsitzender des Pferdezuchtvereins.

Die Pferde sind Stallbedingungen gewöhnt. Schon das Vorbereiten, das Aufladen, der Transport zum Wettkampfort erscheinen ihnen als Abenteuer. Dann kommen die Menschen, die Musik, die neue Umgebung hinzu. Nicht immer läuft alles reibungslos, wenn sie über die Sprungreihe mit drei Hindernissen müssen, und das in der richtigen Richtung. "Die Pferde werden mit solchen Wettbewerben an Wettkampfbedingungen gewöhnt, denn die meisten sollen ja Sprungpferde werden", so Klötzer.

Für die dreijährigen Pferde ist das Freispringen der erste Wettbewerb. Vierjährige haben möglicherweise schon im Vorjahr teilgenommen. Außerdem besteht die Möglichkeit, Angebote anderer Vereine wahrzunehmen. Einige der Pferde haben bereits erste Erfahrungen mit Sattel. Ein anderer Grund für die Teilnahme am Wettbewerb ist der geplante Verkauf. Dafür sind die Hinweise der Wertungsrichter wertvoll, denn sie machen auf besondere Fähigkeiten oder Defizite aufmerksam.

Die Wettkampfrichter bewerteten Galopp, Springmanier und Springvermögen. Mit Norbert Freistedt, der früher Geschäftsführer des Sächsischen Pferdezuchtverbandes war, und dem Zuchtleiter des Pferdezuchtverbandes Sachsen/Thüringen, Matthias Tanz, waren zwei erfahrene Pferdesportler und Funktionäre in Aktion. Sie richteten die Pferde anonym. Erst nach Verkündung der Noten erfuhren sie, welches Pferd sie bewertet hatten. Bärbel Heckel verlas die Pferdenamen, die Namen der Züchter und Besitzer sowie der Pferdemütter und -väter.

Die Wettbewerbseinteilung erfolgte in die Kategorien Reitpony sowie dreijährige und vierjährige Deutsche Reitpferde. Das beste Ergebnis erreichte mit 44,5 von 50möglichen Punkten ein Pony namens Grando von Ulrich Müller aus Werdau, gefolgt von Chico, der bei Sarah Kaim in Apolda zuhause ist, mit 43,6 Punkten und Clayre von Henry Heckel mit 41,2 Punkten. "Die Bewertungen waren angemessen. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden", fasste Franz Klötzer zusammen. Er hatte selbst drei Pferde am Start.

Ergebnisse Die besten Vogtländer: 1. Casino Classic, Reitpferd dreijährig (Henry Heckel, Lengenfeld) 40,9, 2. Clayre, Reitpferd vierjährig (Henry Heckel) 41,2, 3. Bernadette, Reitpferd dreijährig (Franz Klötzer, Eich) 39,7.

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