Junge Segler lernen an der Pöhl

Im traditionellen Feriencamp der SSG Reichenbach wird der Nachwuchs aus fünf Vereinen an den Regattasport herangeführt. Dabei kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz.

Von Thomas Gräf

27 Nachwuchssportler sind derzeit im Opti-Segellager an der Talsperre Pöhl emsig am Werk, um ihr Können mit dem namensgebenden Einsteigerboot der Optimist-Klasse zu verbessern. Auch aus vier weiteren Vereinen haben sich junge Segler beim Feriencamp der Segelsportgemeinschaft (SSG) Reichenbach angemeldet. Sie kommen vom SV Pöhl-Helmsgrüner Bucht, der SSG Mylau, dem TSV Oelsnitz und dem SC Handwerk Plauen.

Sieben Übungsleiter und sechs weitere Helfer sind seit Dienstag vor Ort, um den jungen Sportlern ehrenamtlich vier erlebnisreiche Tage zu bescheren, an deren Ende es noch eine Abschlussregatta gibt. Zudem ist jeweils ein Elternteil bei den Aktivitäten auf dem Gelände an der Gansgrüner Bucht dabei. Übernachtet wird auf dem Gelände der jeweiligen Vereine. Das Einzugsgebiet der betreffenden Segelclubs ist nicht gerade klein. So kommen Teilnehmer aus Dresden, Zwickau, Kulmbach oder der Nähe von Erlangen.

Camp-Chef und SSG-Jugendleiter Matthias Bober hat die jungen Segler in drei Gruppen aufgeteilt. Für jede sind zwei Ausbilder da. Die unerfahrensten Segler paddeln erst mal mit dem kleinen Einmannboot herum, üben sich im Umgang mit ihm und lernen dessen Aufbau. Die mittlere Gruppe ist schon in der Lage, die Prüfung zum Jüngstensegelschein abzulegen. Die ältere Gruppe beschäftigt sich bereits mit Regattatraining, Taktik und verschiedenen Manövern auf dem Wasser.

"Und wenn doch mal Flaute ist, dann gibt es ja immer noch genügend theoretische Dinge an Land zu tun", sagt Matthias Bober. Dort üben die Anfänger erst einmal die Manöver, die sie auf dem Wasser automatisch können müssen. Bober freut sich über den großen Zulauf an jungen Sportlern und deren Interesse. "Die Jungs und Mädels sind sehr wissbegierig, machen richtig gut mit. Und das alles trotz der Hitze." So oft wie nur möglich werde natürlich der Schatten genutzt. "Ansonsten haben wir diesmal beim Segeln auch eine Kübelspritze mit draußen auf dem Wasser", grinst Bober. "Da wird dann auch mal vom Motorboot zur Freude der Kinder die eine oder andere Abkühlung verteilt."

Doch im Camp des Reichenbacher Vereins, das es in dieser Form seit 2004 gibt, wird beileibe nicht nur gesegelt. Die allabendliche Filmveranstaltung hat sich zur beliebten Abwechslung gemausert. Erstmals überhaupt wurde dieses Jahr ein Neptunfest organisiert, wobei keiner trocken blieb, da "Neptun" Erik Schönberner und seine Gesellen alle Mitwirkenden zünftig mit Talsperrenwasser tauften.

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