Kadric beißt Zähne zusammen

Gegen den Bischofswerdaer FV will Fußball-Regionalligist am Samstag auch rechnerisch den Klassenerhalt fest machen. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit zwei alten Bekannten.

Auerbach.

Trainer Sven Köhler hatte nach der zweithöchsten Saisonniederlage des VfB Auerbach in der aktuellen Regionalligasaison zwei Möglichkeiten: Entweder das Team in aller Schärfe für das 0:4 beim FC Viktoria Berlin kritisieren oder die Niederlage nicht überbewerten. Er entschied sich für die Streicheleinheiten. "Es ist nicht unnormal, dass wir nicht permanent abrufen können, was wir in den Vorwochen gezeigt haben", sagte er. Vier Siege in Serie, dazu noch gute Spiele gegen Chemnitz und Nordhausen, hatten seinem Team dann doch zugesetzt. "Vielleicht war die mentale Belastung zu hoch", sagt Köhler. "Und dann ist es zu einem Spannungsabfall gekommen."

Diese Spannung baut er allerdings nun schon wieder auf. Denn am Samstag, 13.30 Uhr gegen den Bischofswerdaer FV geht es darum, auch rein rechnerisch den Klassenverbleib zu sichern. "Natürlich war das Spiel in Berlin nicht gut. Aber so, wie ich die Mannschaft in ihrer Mentalität kennengelernt habe, wird sie sich sagen: Jetzt wollen wir es besser machen." Wiedergutmachung für das 0:4 will der VfB leisten und auch für die Hinspielniederlage beim Aufsteiger. Damals unterlagen die Fußballer aus dem Vogtland höchst unglücklich 0:1. Goldener Torschütze war ausgerechnet der frühere VfB-Kapitän Philipp Kötzsch. Mit Alexander Mattern, der zu Saisonbeginn noch beim VfB spielte, kommt ein weiterer Ex-Auerbacher hinzu. Das steigert die Brisanz vor dem sächsischen Duell.

Hinzu kommt, dass Bischofswerda noch mitten im Kampf um den Klassenerhalt steckt. Im Gegensatz zum relativ gesicherten VfB ist dem Tabellen-15. der FC Oberlausitz wieder auf die Pelle gerückt. Nur zwei Zähler hat der Aufsteiger Vorsprung auf den Konkurrenten und damit den ersten Abstiegsplatz. "Bischofswerda hat bislang eine solide Saison gespielt", sagt der VfB-Coach. Besondere Brisanz sieht auch Köhler: "Kötzsch und Mattern wollen sicher beweisen, dass sie gute Spieler sind, erst recht bei der Rückkehr nach Auerbach." Und da Bischofswerda noch Punkte benötigt, ist klar, was auf die Zuschauer zukommt: ein intensives Kampfspiel.

Trotz der sechs Punkte weniger auf dem Konto kommt der Gegner nicht ohne Aussicht auf Punkte ins Vogtland. Das Team hat bislang vor allem auswärts für Galaauftritte gesorgt - unter anderem mit Siegen beim BFC Dynamo, in Chemnitz und Fürstenwalde. Mit 17 hat der Aufsteiger auswärts mehr Zähler gesammelt als daheim.

Immerhin hat Köhler beinahe seinen gesamten Kader zusammen. Bis auf Björn Trinks, der sich am Donnerstag einer MRT-Untersuchung unterziehen musste, stehen alle Spieler bereit, auch Amer Kadric. "Er bekommt eine Schiene, mit der er spielen darf", sagt Köhler. Kadric hatte sich in Berlin einen Finger gebrochen. Aber auch ohne Schiene konnte er es nicht lassen. "So ehrgeizig wie er ist, hat er diese Woche komplett mittrainiert." Sebastian Schmidt kehrt nach Erkrankung in den Kader zurück.

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