Kadric will es gegen Ex-Club wissen

Fußball-Regionalliga: VfB Auerbach erwartet heute Abend den FC Rot-Weiß Erfurt

Auerbach.

Sven Köhlers erster Weg nach dem Schlusspfiff gegen Hertha BSC II führte am Samstag direkt zu Amer Kadric. Auch wenn das ein Zufall war, weil Kadric im Moment des Abpfiffs in der Nähe der Trainerbank stand, hatte die Szene schon Symbolcharakter. Der 24-Jährige erzielte nicht nur ein Traumtor, sondern war auch der Beste im Team des VfB Auerbach. "Amer, Stefan Schmidt und Felix Lietz haben überdurchschnittlich gut gespielt", sagte Trainer Köhler. Das Erfolgstrio bekommt am heutigen Mittwoch, 19 Uhr im VfB-Stadion, gegen den FC Rot-Weiß Erfurt weitere Unterstützung. Mit Marcel Schlosser, Marc-Philipp Zimmermann und Philipp Müller kehren drei zentrale Spieler in die Auerbacher Startformation zurück.

Aber für einen bleibt es ein viel wichtigeres Spiel als für alle anderen: Amer Kadric. Der Mittelfeldspieler lief vor drei Jahren noch für Erfurt auf. "Natürlich wird es Highlight", sagt er. Er will es seinem früheren Klub beweisen. Sein Coach muss ihn da schon fast bremsen. "Er muss nur das zeigen, was er am Wochenende auch schon gespielt hat", sagt Köhler. "Mehr Motivation braucht er gar nicht. Andernfalls besteht die Gefahr, dass er etwas überdreht." Vielleicht hilft ihm die Tatsache, dass mit Schlosser ein Routinier wieder an seiner Seite spielt.

Gegen Berlin übernahm Kadric noch dessen Rolle. Er forderte die Bälle und wusste sie richtig zu verarbeiten. "Ich habe den Jungs gesagt: Marcel ist nicht mit dabei, spielt mich an", so der 24-Jährige, der in Auerbach noch einen Vertrag bis Sommer 2020 hat. Gibt es gegen Erfurt also wieder zwei, die Bälle fordern, also zwei Konkurrenten um die Aufmerksamkeit der Mitspieler? Nein, betont Sven Köhler. "Ich sehe das nicht als Konkurrenz, sondern wir sind glücklich, beide zu haben. Beide spielen gern Fußball. Das erhöht unsere Optionen." Und beide sollen es den favorisierten Gästen das Leben so schwer wie möglich machen. "Natürlich wartet wieder eine schwierige Aufgabe auf uns", sagt Köhler. Die Rot-Weißen hätten nach der Winterpause etwas ihren Schwung verloren, spielten nicht mehr so überzeugend wie noch vor dem Jahreswechsel. "Für uns ist es aber wichtig, dass wir genau dieselbe Leistung wie gegen Hertha abrufen", so der VfB-Coach. (masc)

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