Klassik-Spezialist schließt lange klaffende Lücke

Schwergewichtler Mindaugas Mizgaitis aus Litauen ist diese Saison neu im Team der Zweitligaringer vom AV Germania Markneukirchen. Er schlug richtig gut ein.

Markneukirchen.

Vor dem jüngsten Heimkampf gegen den FC Erzgebirge Aue gab es für Mindaugas Mizgaitis einen Präsentkorb aus den Händen von Jens Berndt, dem Vorsitzenden des AVGermania Markneukirchen. Der gratulierte damit für die Bronzemedaille, die der Schwergewichtler wenige Tage zuvor von den Militärweltmeisterschaften aus dem mazedonischen Skopje mit nach Hause brachte. Auch sonst hat der Verein allen Grund, dem Litauer ein Dankeschön auszusprechen.

Der Klassik-Spezialist war vom Deutschen Vizemeister SV Germania Weingarten nach Markneukirchen gekommen. Der Schwergewichtler konnte bislang alle seine Kämpfe gewinnen. Wo noch im Vorjahr Germania regelmäßig einem Rückstand hinterherlaufen musste, kann jetzt der große Rest der Mannschaft befreit aufringen. Die internationale Laufbahn des 37-jährigen Litauers begann bereits 1998. Ein zehnter Platz bei den Europameisterschaften und Rang 14 bei den Weltmeisterschaften waren die ersten Hausnummern von Mindaugas Mizgaitis, der 2008 an den Olympischen Spielen in Peking teilnahm und 2014 in Lake Hurst (USA) Militärweltmeister wurde.

Den etwa 300 Zuschauern in der voll besetzten Trainings- und Wettkampfarena zeigte er am Samstag sein Können gegen den erfahrenen Nico Schmidt, der einst selbst Publikumsliebling in Markneukirchen war, aber seit 2006 in Diensten des FC Erzgebirge Aue steht. "Ich glaube, vor acht Jahren haben wir das letzte Mal gegeneinander gerungen. Die Kämpfe gegen Nico auf internationaler Ebene waren immer sehr knapp", so Mindaugas Mizgaitis, der diesmal die Oberhand behielt. Auf seinen sonst üblichen Rückwärts-Siegersalto verzichtete er aber sicherheitshalber. "Da standen schon 250 Kilogramm auf der Matte, da wirken Kräfte", so Jens Berndt.

Morgen steht bereits der nächste Heimkampf bevor. 19.30 Uhr gastiert das noch punktlose Schlusslicht RSK Gelenau bei den Markneukirchenern, die Zweiter sind. Mit David Vala und Tomas Sobecky stehen den Erzgebirgern zwei erfahrene Tschechen zur Verfügung, die in ihrer langen Laufbahn viele internationale Erfolge sammeln konnten. Sobecky schnürte von 2005 bis 2008 die Ringerstiefel für den AV Germania, begeisterte die Fans vor allem mit schönen Wurftechniken. Zu beachten sind auch der starke Pole Kamil Wojziechowski sowie Johann Steinforth.

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