Königen steht schwierige Saison bevor

Der Plauener Schachklub hat die Rückkehr in die 2.Liga geschafft. Eine tragende Säule des Erfolgs soll auch weiterhin die Nachwuchsarbeit sein.

Plauen/Pardubice.

Traditionell nahm der Schachklub König Plauen am Internationalen Schach-Open im tschechischen Pardubice teil und konnte dort seine Talente auf die kommende schwierige Saison vorbereiten. Besonders Simon Burian, der schon im vergangenen Jahr in der Männermannschaft zum Stammpersonal gehörte, zeigte dort ganz starke Leistungen. Die werden auch in Zukunft wichtig sein, denn in der abgelaufenen Saison schaffte das Flaggschiff des Plauener Schachklubs die Rückkehr in die 2. Bundesliga Ost und steht damit vor neuen Herausforderungen.

Knapp über 100 Mitglieder sind im Schachklub König Plauen versammelt, wobei alle Spieler auf die erste Männermannschaft schauen. Aber es gibt eine zweite, nicht minder wichtige Säule des Vereins - die Nachwuchsarbeit. Den Plauenern war es zuletzt gelungen, beide miteinander zu verknüpfen. Mit Simon Burian, Daniel Zähringer und Niklas Linnert zählten drei Jugendliche zum Stamm des Oberligateams und hatten maßgeblichen Anteil am Staffelsieg und Wiederaufstieg. Die Plauener blieben ungeschlagen (sieben Siege, vier Unentschieden) und hatten am Ende drei Zähler Vorsprung auf den Zweitten.

"Eines bleibt uns mit dem Aufstieg auf jeden Fall erspart: sorgenvoll in Richtung Sachsenliga schauen zu müssen", sagt Vereinspräsident Mathias Paul und meint damit, dass man, falls es in Liga 2 nicht zum Klassenerhalt reichen sollte, weich - sprich in die Oberliga - fällt. Dennoch ist der Klassenerhalt das große Ziel der Plauener für die erst am Wochenende 10./11. November beginnende Zweitligasaison. Dann muss der SK König gegen den SC Noris Tarrasch Nürnberg und den gastgebenden SK Passau antreten. Gespielt wird in einer Zehnerstaffel, die letzten drei Teams steigen ab.

Schon daraus lässt sich ableiten, dass es wohl wieder keine einfache Saison für den SK König wird, der mit dem Polen Tomasz Markowski einen Großmeister zurückgeholt hat. Ansonsten wird sich das Team im Vergleich zur Vorsaison nicht verändern, das heißt, dass auch die drei Jugendspieler wieder regelmäßige Einsätze bekommen werden.

Was wäre in dem Fall, wenn sich die Plauener am Saisonende plötzlich auf dem ersten Platz wiederfinden? "Aus heutiger Sicht ist das auszuschließen", sagt Mathias Paul. "Man müsste sich dann auch fragen, wofür man das macht", spielt der Präsident auf die höheren finanziellen Aufwendungen und weitere Baustellen an.

Beim Turnier in Pardubice versuchten sich Simon Burian und Niklas Linnert als Einzige im stark besetzten A-Turnier. Während Linnert mit einem kampflosen Sieg, zwei Remis und sechs Niederlagen noch viel Lehrgeld bezahlen musste, verlor Burian gegen ausnahmslos starke Konkurrenz seine erste Partie und spielte in der Folge achtmal unentschieden. Von den jüngeren Plauener Nachwuchsspielern wussten im D-Turnier besonders Clemens Deiters (5,5 Punkte aus 9 Runden) und Ethan Manicio (4,5/9) zu gefallen. (ban)

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