KSV hält Zwei-Jahres-Turnus: Erneut Spitzenringen in Plauen

Zum sechsten Mal richtet der Pausaer Verein ein großes Turnier in der Einheit-Arena aus. Bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften nächste Woche hat er selbst einige heiße Eisen im Feuer.

Plauen/Pausa.

Alle vier Jahre sind Olympische Spiele oder Fußball-Weltmeisterschaften, alle zwei Jahre richtet der KSV Pausa eine große Ringermeisterschaft aus. Diese Formel gilt zumindest seit 2009. In jenem Jahr war der 110 Jahre alte Traditionsverein aus dem Vogtland erstmals Gastgeber für eine Deutsche Meisterschaft, vom 22. bis 24.März finden in der Plauener Einheit-Arena nun schon zum fünften Mal unter KSV-Regie nationale Titelkämpfe statt, diesmal für die Junioren im griechisch-römischen Stil. Auch einen Junioren-Weltcup haben die Pausaer in den vergangenen zehn Jahren bereits gestemmt. Also alles schon Routine?

Diesen Eindruck wollte Vereinschef Ulrich Leithold am Dienstagabend zur Pressekonferenz im Best-Western-Hotel Plauen gar nicht erst aufkommen lassen. "Da ist nichts Routine, da wird nichts einfach so aus dem Ärmel geschüttelt. Die Vorbereitung auf so ein Turnier geht immer bei Null los und dauert gut ein Jahr." Ein eingespieltes Team zu haben, das weiß, wo angepackt werden muss, ist natürlich trotzdem von Vorteil. Das schätzt man auch beim sächsischen Ringerverband, der die Vergabe der Meisterschaft an die Pausaer Bewerber guten Gewissens unterstützte. "Dass ein Verein in dieser Häufigkeit solche Wettkämpfe ausrichtet, ist für uns einmalig. Dass Pausa den Zuschlag bekam, ist auch ein Vertrauensbeweis des Deutschen Ringer-Bundes. Ich bin auf vielen Wettkämpfen zu Gast und kann versichern: Was die Pausaer leisten, hebt sich von den Anderen immer ab, ist immer ein Erlebnis", schwärmt Verbandspräsident Joachim Kühn.

Eine rund 100-köpfige Helferschar weiß Leithold und sein Organisatorenteam bei den Meisterschaften an seiner Seite und mit dem Berufsschulzentrum Anne Frank und den Handballern des HC Einheit Plauen, die die Sporthalle sonst nutzen, wichtige Partner im Boot. "Die Handballer haben extra ihre Trainingszeiten verändert und ihr an diesem Wochenende geplantes Heimspiel verlegt", sagt Leithold.

Um die 200 Gäste gilt es, in anderthalb Wochen zu betreuen, etwa 120 Ringer, dazu Kampfrichter, Trainer, Offizielle. Mit dem Wiegen und dem Auslosen der Kämpfe in den zehn Gewichtsklassen beginnen die Meisterschaften am Freitagabend, am Samstag ist 9.30 Uhr die Eröffnung geplant. Am Sonntagvormittag werden die Finals gerungen. Der KSV und der Landesverband hoffen, dann noch einige Vogtländer auf den Matten stehen zu haben, immerhin stellen sie die Hälfte des zwölfköpfigen sächsischen Aufgebots: Nils Buschner, Tobias Knittel, Chris Militzer, Kevin Drehmann und Jannik Schulz vom KSV Pausa sowie Paul Tschersich vom ASV Plauen. "Ein, zwei Medaillenränge sind für sie auf alle Fälle drin", so die Erwartungen von Landestrainer Andreas Bering.


Maximilian Schwabe kehrt zurück auf die Ringermatte

Als sportliches Aushängeschild des KSV Pausa rührte Maximilian Schwabe am Dienstagabend die Werbetrommel für die Deutschen Meisterschaften in Plauen. "Ich bin sicher, dass unsere sächsischen Ringer dort eine gute Rolle spielen werden. Sie sind topfit und vom Landestrainer top eingestellt", sagte der Auswahlringer, mehrfacher Medaillengewinner bei Deutschen Meisterschaften, EM- und Weltcupstarter. Für ihn selbst neigt sich eine lange Leidenszeit dem Ende entgegen. Eine komplizierte Schulterverletzung, die er sich im August bei der WM-Vorbereitung zuzog, ist weitgehend überwunden. "Ich stehe seit drei Wochen im Techniktraining, bin schmerzfrei und hoffe, bei den Mitteldeutschen Meisterschaften am 27. April in Markneukirchen meinen ersten Wettkampf bestreiten zu können", sagt der 27-Jährige. Nächstes großes Ziel ist die Deutsche Meisterschaft am 20. Mai in Westendorf in Bayern. Dann sehen wir weiter", blickt der Syrauer voraus, der der Sportfördergruppe der sächsischen Polizei angehört und in Leipzig-Mitte Dienst tut. (pj)

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