Landesmeister Auerbach kämpft nun um Regionalliga-Aufstieg

Mit einem 10:1 in Grimma haben die B-Junioren-Fußballer des VfB eine souveräne Punktspielsaison abgeschlossen. Wichtige Grundlagen für den Erfolg wurden vor Monaten in der Türkei gelegt.

Auerbach.

Drei Punkte Vorsprung auf den FSV Zwickau, dazu ein um 19 Treffer besseres Torverhältnis - die B-Junioren des VfB Auerbach haben am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga souverän die Tabellenführung verteidigt und sich den Titel des Sachsenmeisters gesichert. 10:1 schlugen sie zum Saisonfinale den Tabellenzwölften FC Grimma auf dessen Platz. Da nutzte dem im Titelkampf einzig verbliebenen Konkurrenten FSV Zwickau auch der 10:0-Sieg über den Tabellenletzten Dresden-Striesen nichts mehr.

Dieser erste Platz und damit die Meisterschaft sind die Voraussetzung, einen Auerbacher Traum wahr werden zu lassen: der Aufstieg zur Regionalliga, der über Relegationsspiele gegen den Berliner Meister Füchse Reinickendorf erreicht werden soll. Das Hinspiel ist auf Sonntag, 12 Uhr auf dem Waldsportplatz in Beerheide angesetzt, das Rückspiel genau eine Woche später.

Die Junioren spielten eine überragende Saison. Die Mannschaft stand nie schlechter als Platz 3 in der Tabelle. Es war ein Dreikampf um die Meisterschaft mit dem FSV Zwickau und dem VfB Fortuna Chemnitz. In der Winterpause führte noch Chemnitz mit einem Punkt Vorsprung vor Auerbach. Dann kam der FSV, und Auerbach musste auf Grund eines weniger ausgetragenen Spieles hinterherlaufen. Keine der drei Mannschaften schien sich eine Blöße zu geben. Ende Mai folgte dann das Nachholspiel gegen Neugersdorf. Auerbach gewann, übernahm die Tabellenführung und gab sie nicht mehr ab.

Diese Sachsenmeisterschaft ist hart erarbeitet. Alle haben an einem Strang gezogen und für das große Ziel gelebt, trainiert und gespielt. Es gab Höhen und Tiefen, aber nie wurde dieses Ziel aus den Augen verloren. Es war schwer, als Zweiter hinterherzulaufen und zu wissen, dass man sich keinen Fehler erlauben darf. Gleiches galt auch für die Wochen, als man die Führung übernahm und gejagt wurde.

Vier Tage Training in der Woche mit der Schule zu vereinbaren, sind eine hohe Belastung, die die Jungs auf sich genommen haben. Die Grundlage wurde in einem Wintertrainingslager in der Türkei gelegt. Sponsoren und Eltern hatten dies ermöglicht. Alle 18 Spieler waren dabei und konnten optimal trainieren. Neben zwei Einheiten am Tag gab es viele Gespräche. Dabei konnten Probleme geklärt und die Teambildung gefördert werden. Trainer Toni Seidel betont: "Diese Woche hat uns entscheidend vorwärts gebracht."

In den 26 Landesligaspielen gab es nur je drei Niederlagen und Unentschieden. Zu Hause verlor die Mannschaft kein Spiel. Mitfavorit Zwickau wurde zweimal besiegt. Gegen Fortuna Chemnitz gab es zwei Unentschieden. Auerbach erzielte bisher 108 Tore, 20 mehr als Zwickau. Jonas Unger traf 21-mal und ist damit gemeinsam mit dem Bautzener Lukas Hanisch Torschützenkönig der Liga. Yannic Voigt folgt unmittelbar dahinter mit 20 Toren. Trainer Seidel betont aber immer wieder, dass die Sachsenmeisterschaft ein Erfolg der mannschaftlichen Geschlossenheit ist.

Sollte der Aufstieg in die Regionalliga gelingen, warten mit Carl Zeiss Jena, Erzgebirge Aue, 1. FC Magdeburg, Dynamo Dresden, Hertha BSC, 1. FC Union Berlin, Hansa Rostock und RB Leipzig große Gegner auf die Auerbacher. Zuvor stehen aber zwei ganz schwere Relegationsspiele an. Die Füchse Reinickendorf konnten sich in der Verbandsliga Berlin relativ klar durchsetzen. Dem Motto der Berliner "Wahre Füchse - wahre Leidenschaft" hat Auerbach "Mit Leidenschaft punkten" entgegenzusetzen. Toni Seidel hat sich den Gegner im Vorfeld angeschaut. "Uns erwartet ein sehr starker Gegner und eine heiße Atmosphäre in Berlin. Dieses leidenschaftliche Umfeld kennen wir von Juniorenspielen bei uns so nicht", schätzt Seidel ein. "Es wird schwer, aber chancenlos sind wir nicht. Wenn du es in die Relegation schaffst, dann willst du auch mehr. Es wäre für den Verein und die Mannschaft ein Wahnsinnserfolg."

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