Lehrlinge helfen Verein aus der Patsche

Stück für Stück hat der VfB Auerbach in den vergangenen Jahren sein Stadion modernisiert. Auf den besonderen Clou, die moderne Anzeigetafel, müssen die Fans aber noch ein bisschen warten.

Auerbach.

"Wo bleibt sie denn nun?", fragen sich die Anhänger des Fußball-Regionalligisten VfB Auerbach. Gemeint ist die moderne elektronische Anzeigetafel, die der Verein im April gekauft hatte. Weil sie zuvor im Stadion des Chemnitzer FC stand und dort im Zuge der Insolvenz des Drittligisten abgebaut werden musste, sorgte das damals für einiges Aufsehen. Zuletzt hatte der VfB eine Einweihung zum letzten Heimspiel des Jahres am 13.Dezember gegen den aktuellen Tabellenführer VSG Altglienicke in Aussicht gestellt.

"Daraus wird leider nichts. Es dauert alles doch etwas länger, als ich das vorher gedacht hätte", räumt VfB-Manager Volkhardt Kramer ein. Ins Auge gefasst ist nun die Inbetriebnahme zum ersten Heimspiel des neuen Jahres, das voraussichtlich am 9. Februar gegen Rot-Weiß Erfurt ausgetragen wird. "Das Problem ist, dass die Tafel in Chemnitz im Stadion eingebaut war, bei uns aber im Freien stehen und damit Wind und Wetter ausgesetzt sein wird. Bei ihrer Größe von acht mal fünf Metern erfordert das eine beachtliche Konstruktion, um die nötige Sicherheit zu gewährleisten." Das Fundament dafür ist ausgehoben, am Gestell für die Anzeigetafel wird noch in der Lehrwerkstatt der Firma Goldbeck in Treuen gearbeitet. "Goldbeck ist kurzfristig für einen anderen Partner eingesprungen, der seine Zusage nicht einhalten konnten. Für diese Hilfe sind wir sehr dankbar. Die Arbeiten müssen jetzt in die normalen Abläufe der Lehrausbildung eingebunden werden, das ist nicht immer ganz so einfach", erklärt Volkhardt Kramer. "Das ganze Vorhaben hat eine Dimension, die ich auch nicht erwartet hätte", gibt der Manager zu.

Geregelt ist auf alle Fälle schon die Betreibung der Tafel, für die der Verein auch einen Partner gefunden hat. "Wir wollen dort natürlich nicht nur Informationen zum aktuellen Spiel anzeigen, sondern haben auch die Möglichkeit, Veranstaltungen anzukündigen oder auf besondere Angebote hinzuweisen." Womit für Kramer natürlich auch die Hoffnung auf zusätzliche Einnahmen verbunden ist.

Und die Anzeigetafel ist nicht die einzige Baustelle, die den Manager im VfB-Stadion beschäftigt. "Die Stehplatztribüne am Kunstrasen ist in die Jahre gekommen. Wir hatten sie eigentlich nur als Provisorium für ein Spiel gegen Dynamo Dresden gedacht. Nun hat sie uns schon vier Jahre treue Dienste geleistet. Wir wollen sie abreißen und planen einen Neubau, eine ordentliche Stahlrohrkonstruktion. Schließlich sind wir angehalten, für die Sicherheit der Leute zu sorgen", sagt Kramer. Auch deren Einweihung, mit der die Modernisierung des Stadions abgeschlossen wäre, fasst er für den Februar ins Auge.


Rückrunde beginnt in Berlin

Am Ende der Hinrunde der Fußball-Regionalliga steht der VfB Auerbach mit 23 Punkten dort, wo er vor der Saison auch stehen wollte: im gesicherten Mittelfeld. "Die Punktzahl ist schon sensationell", sagt VfB-Coach Sven Köhler. "Vor allem in Anbetracht des Starts mit vier Niederlagen." Den Auftakt in der Rückrunde gibt die Partie beim SV Lichtenberg am Sonntag, 13.30 Uhr. In Berlin wollen die Auerbacher die unglückliche 0:1-Hinspielniederlage korrigieren.

Wenn es eine Schwäche in der Auerbacher Hinserie gab, dann die Auswärtsbilanz. Nur der 2:0-Sieg in Halberstadt vor einer Woche beruhigte die Gemüter. "Am Ende ist es egal, wo wir unsere Punkte holen. Hauptsache wir holen sie", bleibt Köhler Pragmatiker. Beim punktgleichen Aufsteiger dürfte es wieder ein Spiel auf Augenhöhe werden. Lichtenberg hat sich in die Liga gearbeitet. "Das ist eine spielstarke Mannschaft, sie kommt aber auch durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit zum Erfolg." Genau darauf setzt auch Köhler.

Es spricht nicht viel dafür, dass der Trainer das erfolgreiche Team der vergangenen Wochen fundamental verändert. Nur auf zwei Positionen könnte es Wackelkandidaten geben: Paul Horschig spielte vor der Defensive in Halberstadt nicht unbedingt überzeugend, hinter ihm lauert Daniel Tarczal. Auf der rechten Außenverteidigerposition kämpfen Marcel Baude und Niklas Jeck um den Startelf-Einsatz. "Marcel hat in Halberstadt eine solide Leistung gezeigt, Niklas hat in der Schlussphase seine Dynamik eingebracht", so Köhler. (masc)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...