Markneukirchen ist Meister

Kampflos sind die Punkte am Samstagabend an die Regionalliga-Ringer des AV Germania gegangen. Gegner Frankfurt/Eisenhüttenstadt trat mit zu wenigen Athleten an.

Markneukirchen.

"Rock in the Hall" war am Samstagabend in der Musikhalle Markneukirchen angesagt, wo Heavy-Metal-Bands aus der Region das Publikum anheizten. Richtig einheizen wollten kurz vorher auch die Regionalliga-Ringer des AV Germania in ihrem nur wenige Meter von der Musikhalle entfernten Trainings- und Wettkampfarena ihren Fans. Doch der Kampf gegen den Tabellendritten, die Kampfgemeinschaft Frankfurt/Eisenhüttenstadt, war schon an der Waage entschieden: Die Gäste traten nur mit acht Aktiven an, zu wenig für einen offiziellen Wettkampf. Das Ergebnis lautete damit 36:0 zugunsten der Ringer aus dem oberen Vogtland, die selbst eine Gewichtsklasse unbesetzt ließen.

Damit stehen die Markneukirchner vier Kampftage vor Schluss bereits als Meister und Aufsteiger zur Bundesliga fest. Der Zweite, der RV Thalheim, könnte bei acht Punkten Rückstand zwar rein theoretisch noch aufschließen, sollte Germania alle weiteren Kämpfe hoch verlieren. Doch bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich - und der ging mit 23:4 und 20:3 klar an Markneukirchen.

Auch im Pflicht-Freundschaftskampf gegen Frankfurt/Eisenhüttenstadt erwies sich der AV Germania am Samstag als klar überlegen und fegte den Gegner mit 25:4 von der Matte. Die vier Punkte für die Brandenburger waren auf eine Kopfverletzung von Marco Stoll zurückzuführen, der nach einem Zusammenstoß nicht mehr weiterkämpfen konnte. Er musste mit einer Platzwunde an der Nase behandelt werden.

Die wenigen Spannungsmomente der Begegnung beschränkten sich auf die schweren Gewichtsklassen, wobei Lukasz Dublinowski gegen den früheren deutschen Jugendmeister Daniel Geist beim 10:0 alle Hände voll zu tun hatte. Friedrich Fouda wies den bundesligaerfahrenen Routinier René Zimmermann mit 3:1 Punkten in die Schranken. Valerij Borgoiakov, Roman Walter, Justin Müller, Sejran Simonyan und Julian Gebhard bezwangen ihre Kontrahenten noch in der ersten Runde vorzeitig, William Stier blieb ohne Gegner. Die Ehre, als Kämpfer des Tages ausgezeichnet zu werden, wurde Sejran Simonyan zuteil.

Frankfurts Routinier René Zimmermann begründete die schwache Aufstellung seiner Mannschaft mit vielen erkrankten und verletzten Athleten sowie zwei Nachwuchsturnieren, die am gleichen Tag in Berlin und Waltershausen stattfanden. "Leider geht dann bei uns die Betreuung des Nachwuchses vor", sagte Zimmermann. Die Trainer der Talente gehören normalerweise dem Regionalligateam an. Erst spät am Abend, als sich viele Ringer und Verantwortliche beim "Rock in the Hall" in der Musikhalle erneut zusammenfanden, kam die Nachricht von der 13:16-Heimniederlage des RV Thalheim gegen Gelenau. Damit konnten dort auf die Meisterschaft - die Markneukirchen ohnehin niemand mehr ernsthaft streitig gemacht hätte - angestoßen werden.

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