Merkur rettet mit Glück und Geschick die drei Punkte

Die Oelsnitzer Landesklasse-Fußballer gewannen gegen Lichtenstein 1:0. Den Löwenanteil am Sieg hat der Torwart.

Oelsnitz.

Mit einem 1:0-Erfolg gegen den SSV Fortschritt Lichtenstein hat sich der SV Merkur Oelsnitz in die mindestens vierwöchige Coronapause der Fußball-Landesklasse verabschiedet, vermutlich damit auch schon in die Winterpause, denn dass im Dezember noch eine Begegnung stattfindet, ist eher unwahrscheinlich. "Es war über weite Strecken kein gutes Spiel von uns, und dennoch hat die Mannschaft ab und zu ihr großes Potenzial gezeigt", so Merkur-Trainer Robby Zimmermann.

Das Ergebnis zur Halbzeitpause war allerdings schmeichelhaft. Die Lichtensteiner boten die reifere und strukturiertere Spielanlage. Gleich dreimal scheiterten die frei durchgelaufenen Kunert, Helbig und Gemeinhardt am Oelsnitzer Keeper Thoß. Die größte Chance zur Oelsnitzer Führung vergab Hofmann kurz vor der Pause. Nach dem ersten sehenswerten Spielzug wurde er von Schuch hervorragend bedient und schoss frei vor dem Tor vorbei. Eine untypische Situation für den Top-Torjäger des SV Merkur, der damit weiter auf seinen 70. Treffer in der Landesklasse warten muss.

Zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff folgten der zweite gelungene Spielzug der Gastgeber und die Führung. Schuch schickte Hofmann mit einem Pass zur Grundlinie, und dessen halbhohe Eingabe verwertete Schreiner direkt und überlegt.

Am Spielgeschehen änderte sich aber wenig. Die Lichtensteiner schlugen spielerisch weiterhin die feinere Klinge und bekamen fünf Minuten später einen Foulelfmeter vom souveränen Schiedsrichter Schultheiß zugesprochen. Merkur-Torwart Thoß, dessen Einsatz sich erst am Spieltag entschied und der auf der Linie und in der Strafraumbeherrschung eine tadellose Leistung bot, ahnte die Ecke und hielt den halbhohen, aber platzierten Strafstoß vom früheren Bundesligaprofi Helbig.

Danach hatten beide Teams noch die Gelegenheit für Tore, doch es blieb am Ende beim knappen 1:0 für die Platzherren. Erfreulich aus Oelsnitzer Sicht: Die beiden eingewechselten Eigengewächse Ußfeller, der zuvor noch bei den A-Junioren spielte, und Prang zeigten eine hervorragende Leistung, die für die Zukunft hoffen lässt.

Trainer Zimmermann zog nach dem Spiel mit 13 Punkten aus sechs Partien und Tabellenplatz 4 eine Zwischenbilanz, mit der er zufrieden sein kann. "Mein Co-Trainer und ich, wir machen uns natürlich ständig Gedanken, was wir wie verbessern können. Die vielen hohen und weiten Bälle gefallen uns nicht. Wir müssen uns im spielerischen Bereich verbessern, dafür braucht es aber mehr Bewegung ohne Ball."

StatistikOelsnitz: Thoß - Persigehl (85. Günthel), Heydeck, Hofmann (75. Prang), Winkler, Oehm, Hartung, Steinel, Röhling (70. Ußfeller), Schuch, Schreiner; Tor: 1:0 Schreiner (55.); SR: Schultheiß (Chemnitz); Zuschauer: 65

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