Merkur verliert ein nicht alltägliches Spektakel

Sechs Auswärtstore haben den Oelsnitzer Fußballern am Samstag in der Landesklasse nichts eingebracht. Denn der Gegner erzielte neun Treffer.

Oelsnitz.

Die 6:9 (3:4)- Niederlage des SV Merkur Oelsnitz beim FC Concordia Schneeberg wird in die Vereinsgeschichte eingehen. Denn neun Gegentore gab es sowohl in der Landesklasse als auch in der früheren Bezirksliga für die Sperken noch nie. Vor drei Jahren hatte Oelsnitz in Schneeberg mit 7:4 gewonnen. Doch dass dem Spektakel von damals am Samstag noch eine Steigerung folgen sollte, konnte keiner ahnen.

Nach nur drei Minuten verfehlte ein Schuss knapp das Merkur-Gehäuse und zwei Minuten später lenkte Torwart Speri den Ball um den Pfosten. Den Eckball versenkte Trültzsch mit dem Kopf, ebenso drei Minuten später eine Flanke. Nach dem 2:0 entwickelte sich ein offenes Spiel. Die Gäste zeigten sehenswerte Spielzüge und ließen den Ball laufen. Schuch - einmal knapp daneben und an den Pfosten - sowie Persigehl vergaben beste Chancen. Concordia dagegen zeigte sich effizient und machte aus sechs Möglichkeiten vier Tore.

Dass dennoch zur Pause die Partie offen war, lag an Hofmann, der seine drei Chancen eiskalt nutzte. Merkurs Toptorjäger und Kapitän schüttelte auf dem Weg in die Kabine nur mit dem Kopf: "Unglaublich wie wir pennen und was für Tore kassieren".

Nach dem Wechsel kam sein Team mit neuem Elan auf das Spielfeld und hatte den Ausgleich zweimal auf dem Fuß. Oehms Schuss wurde im letzten Augenblick noch entschärft. Haarsträubende Abwehrfehler warfen Merkur immer wieder zurück, doch die Moral war noch lange nicht gebrochen. Erneut Hofmann mit seinem 12. Saisontreffer, Oehm mit einem verwandelten Elfmeter nach Foul an Hofmann und Schuch mit einer starken Einzelleistung verkürzten auf 7:6.

Und als die Gäste erneut auf den Ausgleich drängten, wiederholte sich die Szenerie. Schneeberg ließ sich nicht zweimal bitten und nahm jedes Gastgeschenk an. Am Ende klingelte es dann insgesamt neun Mal im Oelsnitzer Tor. Jens Starke befand: " Es war heute nicht ein Einzelner, sondern jeder hat mal einen Bock geschossen. Was sich vorige Woche schon angedeutet hat, wurde heute durch einen besseren Gegner gnadenlos bestraft. Wir müssen unser Defensivverhalten deutlich und schnellstmöglich verbessern".

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