Meyer-Kopfball bringt den Derby-Sieg

In der Fußball-Landesklasse hat der FSV Treuen Reichenbach mit 2:1 bezwungen. Der Anschluss ans Mittelfeld ist da.

Treuen.

37 Punktspieltore schoss der 31-jährige Treuener André Meyer in seinen fünf Jahren beim Reichenbacher FC. Eines per Kopf war dabei eine Rarität. Just mit einem solchen besiegelte er gestern die Niederlage für seinen Ex-Verein. Kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit schraubte er sich nach einem Weiß-Eckstoß am Elfmeterpunkt am höchsten und setzte die Kugel wuchtig mit der Stirn an die Lattenunterkante, von wo sie zum 2:1 über die Linie sprang. Der FSV Treuen gewann das Derby in der Landesklasse.

Bei drei Grad und Dauerregen, in der Pause fielen sogar einige Schneeflocken, erwischte der FSV den besseren Start. Gegen zunächst sehr tief stehende Gäste besaß er mehr Ballkontakte und zeigte mehr Zielstrebigkeit. Die Führung gelang in der 14. Minute. Mit einem 25-m-Faden prüfte Bienert RFC-Schlussmann Eißmann, der den Ball noch mit einer Hand über das Dreiangel lenken konnte. Den abgewehrten Eckball bekam Bienert erneut auf den Fuß und flankte auf den langen Pfosten, wo Rausch ungehindert vollenden konnte - 1:0. Der RFC versuchte nun endlich, selbst Torgefahr zu kreieren. Strobel (19.) setzte das erste Achtungszeichen, als er einen Grundlinienball von Süß aus der Drehung nur knapp vorbei schoss. Treuen war in den Zweikämpfen aggressiver und hatte die geringere Fehlpassquote. Dennoch glich der RFC nach einer halben Stunde aus. Süß erlief ein "verhungertes" Rückspiel von Damisch und drückte gegen den zögerlichen Rausch in Höhe der Strafraumgrenze flach ab. Durch die Beine des Treueners schlug die Kugel im langen unteren Eck ein.

Das erneute Treuener Führungstor kurz nach der Pause prägte die Taktik beider Teams bis zum Ende. Die Hausherren verlegten sich aufs Kontern, während der RFC auf den Ausgleich drängte. Brenzlig wurde es jedoch nur bei Standards. Doch ein Kopfball von Strobel (65.), der aus Nahdistanz vorbei ging, blieb lange die einzige RFC-Chance. In der Endphase lenkte FSV-Keeper Bergner einen Ball von Süß (79.) zur Ecke und blieb wenig später erneut Sieger. Als Papkalla (85.) nach einer abgewehrten Ecke Maß nahm, rettete der Querbalken für die Hausherren. Treuens Einwechsler Wolf hätte in der Nachspielzeit den Deckel drauf machen können, fand aber in Keeper Eißmann seinen Bezwinger. Auf der Gegenseite scheiterte Strobel an Bergner. Der kurze Höhenflug des RFC (sieben Punkte aus drei Partien) ist gestoppt, während Treuen Anschluss ans Mittelfeld findet.

FSV-Trainer Jens Degenkolb: "Es war ein Kampfspiel, bei dem sich beide auf Augenhöhe begegneten. Der nasse Untergrund machte es allen Aktiven schwer. Die Partie war eher chancenarm. Mit Glück und Geschick brachten wir nach starker Vorpausenleistung das 2:1 über die Runden, woran vor allem in der Schlussphase unser Keeper Florian Bergner einen großen Anteil besaß."

RFC-Coach Steve Gorschinek: "In der ersten Halbzeit lief die Kugel zu ungenau nach vorn, in vielen Zweikämpfen ließen wir die Konsequenz vermissen. Der Ausgleich entsprang eher dem Zufall. Für den zweiten Abschnitt hatten wir uns viel vorgenommen. Die Niederlage verschärft unsere Lage wieder."

Statistik Treuen: Bergner, Scharschmidt, Bienert (67. Kohl), Meyer, Weiß (V), Ursoleo (V) (88. Wolf), Schwabe (77. Moujahed), Weißflog, Damisch, Mierendorf, Rausch. RFC: Eißmann, Seidel, Dathe, Strobel, Krell (87. Doege), Emson, Tenner (V), Süß, Demmler (59. Reiher), Ph. J. Albert (75. Papkalla), M. Albert. Tore: 1:0 Rausch (14.), 1:1 Süß (31.), 2:1 Meyer (47.). SR: Jünger (Falkenau). Zuschauer: 200.

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