Miezen setzen dem Favoriten zu

Mit einem Sieg und einer Niederlage ist der Heimspieltag der Rodewischer Schachspielerinnen in der Bundesliga zu Ende gegangen. Gegen den Meister war sogar mehr drin.

Rodewisch.

Die Rodewischer Schachmiezen haben ein anstrengendes Wochenende hinter sich, waren sie doch Gastgeber für den Heimspieltag in der Bundesliga. Im Ratskellersaal setzten sie sich am Samstag gegen die Karlsruher Schachfreunde 4,5:1,5 durch. Am Sonntag folgte eine 2:4-Niederlage gegen den haushohen Favoriten, den amtierenden Deutschen Meister OSG Baden-Baden.

Gegen Karlsruhe fuhren Stavroula Tsolakidou, Zuzana Stockova und Martina Korenova Siege für die Miezen ein. Melanie Lubbe, Julia Movsesjan und Natalie Kanakova spielten remis. Mannschaftsführer Wolfgang Schwarzer spricht deshalb von einem souveränen Sieg: "Wir hatten keine Schwierigkeiten. Einzig Natalie Kanakova hat etwas gewackelt, sich aber ins Remis gerettet." Ein Sieg sei in der Bundesliga nie planbar, aber damit geliebäugelt habe man gegen den abstiegsbedrohten Tabellenneunten schon.

Viel Zeit zum Erholen gab es nach diesem Kampf nicht, denn bereits Sonntagfrüh saßen die Miezen wieder an den Brettern. Gegen Baden-Baden konnten sie keinen einzigen Sieg verbuchen, aber zumindest vier Remis. Die gehen auf das Konto von Stavroula Tsolakidou, Julia Movsesjan, Zuzana Stockova und Natalie Kanakova. Melanie Lubbe und Martina Korenova mussten passen und sich geschlagen geben.

Trotz des 2:4 war der Kampf gegen den Meister eine enge Kiste. "Nach drei Stunden war alles ausgeglichen, vielleicht sogar für uns leicht zum Vorteil", sagt Schwarzer. Martina Korenova hatte aus seiner Sicht den falschen Plan und ist ausgekontert worden. Wie Schwarzer erklärt, habe man am Brett 1 eine hochklassige Partie erlebt. Dort saßen für Rodewisch die Deutsch-Griechin Stavroula Tsolakidou und für Baden-Baden die Großmeisterin Antoaneta Stefanova. Tsolakidou, für Schwarzer die beste Spielerin an beiden Tagen, hat gut mitgehalten und ein Remis geschafft. Die Niederlage von Melanie Lubbe an Brett 2, die schon auf dem Weg zum Remis war, sei vermeidbar gewesen. Am Brett 3 ging das Remis von Julia Movsesjan in Ordnung. Die Partie von Zuzana Stockova an Brett 4 sei interessant gewesen, aber nach fünf Stunden stand auch dort lediglich ein Remis.

Insgesamt zeigte sich Schwarzer zufrieden. Das Spiellokal in Rodewisch sei eines der besten in der Bundesliga, darauf könne man stolz sein. Auch nicht selbstverständlich sei beim Schach, dass etliche Zuschauer das Geschehen verfolgten. An beiden Spieltagen habe man gut 50 Gäste gezählt, was eine sehr gute Zahl sei.

Die Rodewischer Schachmiezen bleiben nach diesen beiden Spielen auf Tabellenplatz 5. Diese Saison stehen noch drei Spiele an: gegen den FC Bayern München, den Hamburger SK und gegen TuRa Harksheide. Schwarzer ist optimistisch, dass die Schachmiezen noch genügend Punkte für den Klassenerhalt holen. Bei den ersten fünf Mannschaften, zu denen die Schachmiezen gehören, entscheiden Nuancen, sagt Schwarzer.

In der Regionalliga traf die zweite Mannschaft der Schachmiezen auf das Schachzentrum Seeblick Dippoldiswalde und schaffte das zum Klassenerhalt erforderliche 2:2.

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