Mit Rossis Nummer zu großen Zielen

Für Dustin Schneider aus Adorf sind Motorräder das Ein und Alles. Trotz seines jugendlichen Alters hat er schon viele Rennen gewonnen. Das vergangene Jahr war sein bisher erfolgreichstes. Er ist der Vogtlandsportler der Woche.

Adorf.

Dem runden Leder hinterherzujagen, das war es dann doch nicht für Dustin Schneider. "Das hat mir mehr wehgetan, als wenn ich mal mit dem Motorrad stürze." Eine kindliche Logik, mit der der Zwölfjährige begründet, warum er sich lieber auf ein Zweirad setzte und damit über die Pisten rauscht. Der zierliche Adorfer ist ein Motorrad-Freak durch und durch. Er ist erfolgreich und hat noch viel vor.

Als Kleinkind rutschte er mit einem Bobbycar durch die Wohnung, und weil ihm das bald nicht mehr mehr reichte, stieg er auf ein Plastmotorrad um. "Damit ging es bei mir erst richtig los, und ich wollte immer weitermachen." Richtig weitermachen, das bedeutete der Umstieg aufs Pocket Bike. Zwei Jahre fuhr Dustin damit und war auf Anhieb erfolgreich: Im ersten Jahr Dritter bei der Deutschen Meisterschaft, im zweiten Jahr schon Vizemeister. "Das war 2014 und 2015. In die Wertung kamen zwölf Rennen auf unterschiedlichen Strecken."

Mit Dustin wuchsen auch die Motorräder. Er stieg zum Mini-Bike auf und wurde 2016 in dieser Einsteigerklasse Vizemeister. Seine bisher größten Erfolge konnte der Flitzer aus Adorf im vergangenen Jahr feiern, als er in der Gesamtwertung des ADAC-Mini-Bike-Cups den dritten Platz belegte und Deutscher Meister in der Nachwuchsklasse wurde. Nun fährt er dank seiner Eltern Daniel und Daniela - "Sie sind meine größten Sponsoren!" - eine KTM 390, die es auf gerade Strecke auf sage und schreibe 130 Kilometer pro Stunde bringt. 2019 startet er im Junior-Cup - wieder eine Nummer größer, wo auch Nachwuchsfahrer aus Tschechien und den Niederlanden zu den Teilnehmern gehören. Bammel vor einem Sturz? "Nein. Und wenn, dann würde ich trotzdem nicht aufhören."

Dass Dustin Schneider ausgerechnet mit der Startnummer 46 seine Rennen bestreitet, kommt nicht von ungefähr: "Diese Nummer hat auch Valentino Rossi aus Italien. Er wurde schon ein paar Weltmeister und ist mein großes Vorbild." Ob der junge Adorfer irgendwann in diese große Fußstapfen steigen kann, wird sich zeigen. Ehrgeizig und trainingsfleißig ist er auf jeden Fall. Ende des vorigen Jahres war er bei einem Sporttest, bestand ihn und angesichts seiner Leistungen plus seines Talents wurde der junge Vogtländer bei einer Motorradshow in Essen in den Förderkader der ADAC-Stiftung aufgenommen. Das bedeutet unter anderem, das für ihn Trainingspläne erstellt werden, die Dustin noch schneller voranbringen. Vorausgesetzt natürlich, er hält sie ein - woran allerdings nicht zu zweifeln ist.

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