Mit Zimmermann in der Startelf? VfB will zurück in die Erfolgsspur

Die Auerbacher Regionalliga-Kicker erwartet heute in Bautzen ein Duell auf Augenhöhe. Trainer Sven Köhler setzt dabei auch auf den Top-Torjäger.

So kennen ihn die Auerbacher Fans: Marc-Philipp Zimmermann siegt im Kopfballduell gegen den Berliner Marvin Kleihs. Ein Tor blieb ihm vorige Woche nach seiner Einwechslung noch verwehrt.

Von Monty Gräßler und Marcus Schädlich

Nach seinem 20-minütigen Kurzeinsatz am vergangenen Sonntag gegen den Berliner AK (2:3) könnte Marc-Philipp Zimmermann heute, 13.30 Uhr im Auswärtsspiel beim FSV Budissa Bautzen erstmals in dieser Saison von Beginn an für den VfB Auerbach auflaufen. Trainer Sven Köhler hat das gestern im Gespräch mit der "Freien Presse" zumindest nicht ausgeschlossen. "Er ist ehrgeizig und hat während der Verletzungszeit hart an sich gearbeitet. Dennoch wird er noch keine 90 Minuten spielen können", sagte er vor der von Mittwoch vorgezogenen Paarung des 7. Spieltags der Fußball-Regionalliga.

Unter dieser Voraussetzung gibt es für den Top-Torjäger der vergangenen beiden Spieljahre (29 Treffer in 48 Spielen) zwei Varianten. Entweder kommt er erneut als Joker ins Spiel. Oder er spielt von Beginn an und bleibt so lange auf dem Platz, wie die Kräfte reichen. Sven Köhler wird das heute wohl auch in Absprache mit dem Angreifer selbst entscheiden. "Ich bin natürlich froh, dass er wieder da ist. Er ist eben ein Spieler, der uns mit seiner Erfahrung weiterhilft. Und wir brauchen seine Tore", sagt der Trainer, ohne die Leistung von Zimbo-Ersatz Thomas Stock (ein Saisontor) schmälern zu wollen. "Er hat ihn gut ersetzt, ist aber ein ganz anderer Spielertyp."

Egal, ob heute nun Zimmermann oder Stock oder vielleicht sogar beide von Anfang an spielen: Nach zwei Niederlagen in Folge will Auerbach wieder in die Erfolgsspur (zuvor drei Spiele ohne Niederlage) zurück. "Es wäre ein Trugschluss, wenn wir uns darauf ausruhen, dass wir in Chemnitz einen Punkt hätten holen müssen und gegen den Berliner AK stark waren. Da müssen wir ehrlich sein, dass wir ein paar Dinge mehr falsch gemacht haben als der Gegner", sagt Sven Köhler.

Er kritisierte nach der Last-Minute-Niederlage vorige Woche wiederholt, dass sein Team dem Gegner das Toreschießen zu einfach gemacht hat. "Die Truppe ist willig, ihr fehlt in den Situationen dann aber die Erfahrung." Die bringt Felix Lietz, der gegen den Berliner AK mit Rückenproblemen passen musste, mit. Da er am Donnerstag wieder mit der Mannschaft trainiert hat, könnte er wieder neben Marcin Sieber in die Innenverteidigung rücken.

Der Auerbacher Kapitän Marcel Schlosser, dessen Fernschuss zum 2:1 gegen den BAK zum "Volltreffer der Woche" im MDR gewählt wurde, rechnet heute mit einem Duell auf Augenhöhe. "Wir müssen alles raushauen und vor allem hinten weniger Fehler machen. Wenn wir vorn dann noch kaltschnäuziger sind, bin ich optimistisch", sagte er. Die Statistik spricht für den VfB, der einst schon in der Landesliga gegen Bautzen spielte. In 27 Duellen mit dem FSV gab es zehn Siege, elf Remis und sechs Niederlagen.

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