Möglichst mit Sieg in die Pause

Der HC Einheit Plauen empfängt am Samstagabend in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga den SV Oebisfelde. Die Vogtländer warten noch auf den ersten Saisonsieg.

Plauen.

Für den HC Einheit wird die Luft dünner. Nach der vierten Niederlage in Folge bleibt das Team von Trainer Jan Richter mit 1:9 Punkten Tabellenletzter. Am Samstagerwarten die Plauener ab 16 Uhr den SV Oebisfelde.

Abwehrschwach gegen Jena (30:33), mit Angriffsproblemen gegen Aue II (20:28) und Bad Blankenburg (27:33) sowie personelle Engpässe jüngst gegen Apolda 15:21 verhinderten durchaus mögliche Punktgewinne. Haben die Plauener das Siegen verlernt?

Im Heimspiel am Samstag gegen einen sicherlich nicht übermächtigen Gegner können die Rot-Weißen diese Fragen in ihrem Sinne beantworten. Der HC Einheit will und muss endlich wieder in die Erfolgsspur einbiegen. Ein Sieg ist neben dem statistischen Erfolg auch für das Selbstvertrauen enorm wichtig.

"Die krankheitsbedingten Ausfälle in Apolda waren schon ein großes Handicap. Trotzdem waren wir mit einer stabilen Abwehr lange Zeit gut im Spiel. Wieder haben uns zu viele Offensivfehler aus der Bahn geworfen", sagte Einheit-Trainer Jan Richter.

Der SV Oebisfelde ist seit Gründung der Mitteldeutschen Oberliga 2010/11 mit zwischenzeitlich drei Jahren Landesliga in seinem achten Oberligajahr. Viele Akteure haben schon genügend Oberligaluft geschnuppert. Die beiden vergangenen Jahre waren mit den Plätzen 12 und 13 wenig erfolgreich. Ähnlich wie der HC Einheit unterlag Oebisfelde in Aue (22:29) und Apolda (23:29). Ebenfalls wie die Plauener unterlag man zu Hause gegen Bad Blankenburg (25:26). Doch zuletzt trat der SV zweimal hintereinander zu Hause an und ging zweimal als Sieger vom Parkett. Überzeugend wurde jüngst Köthen besiegt. "Es war ein Sieg des Willens", freute sich Trainer Christian Herrmann. "Natürlich ist Oebisfelde nach den beiden Siegen mental besser drauf. Vom Potenzial her sind wir mit denen auf Augenhöhe. Wenn wir unseres komplett abrufen, glaube ich an einen Erfolg", sagt HCE-Coach Richter. "Kevin Model ist wieder einsatzbereit. Bei Abwehrchef Martin Broz und Kapitän Maximilian Krüger steht hinter dem Einsatz ein dickes Fragezeichen. Beide haben nicht trainiert. In der aktuellen Lage sind wir diesbezüglich vorsichtig. Trainingsteilnahme bedingt vollkommene körperliche Fitness", so Richter zur personellen Situation.

Aufgrund der bereits letzte Woche in Sachsen beschlossenen Einschränkungen im Zuschauerbereich dürfen das Spiel am Samstag nur etwa 60 Zuschauer verfolgen. "Leider gibt es deshalb keine Karten im freien Verkauf. Aber wir werden das Spiel übers Internet übertragen. Die Informationen dazu wird es rechtzeitig vor dem Spiel auf der Homepage des Vereins geben", so Vorstand Sabrina Lukas.

Die finanzielle Lage bei Einheit wird damit, wie wahrscheinlich auch für andere Vereine, immer prekärer. "Zur Kostendeckung an unseren Spieltagen bräuchten wir bei 7 Euro Eintritt etwa 200 Zuschauer. Wenn zusätzlich zum Schiedsrichterkollektiv noch ein Schiedsrichterbeobachter anreist, kann locker eine Summe von 500 Euro fällig werden. Wir machen nach den neuen Corona-Bestimmungen bei jedem Heimspiel Verlust. Noch gibt es Rücklagen, doch es wird immer enger", ergänzt Sabrina Lukas.

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