Mühltroff kehrt auf seinen Platz zurück

Vier Vereine aus dem Vogtland sind am Sonntag in der ersten Runde um den Fußball-Sachsenpokal gefordert. Für Oelsnitz gibt es dabei ein unverhofftes Wiedersehen.

Mühltroff/Oelsnitz/Reichenbach/ Treuen.

Nach der Niederlage des SC Syrau in der Ausscheidungsrunde (1:3 nach Verlängerung gegen Handwerk Rabenstein) halten vier vogtländische Vereine in der am Wochenende ausgetragenen ersten Runde im Wettbewerb um den Fußball-Sachsenpokal die Fahne der Region hoch: der VfB Mühltroff, der SV Merkur Oelsnitz, der Reichenbacher FC und der FSV Treuen. Gespielt wird Sonntag, 15 Uhr. Für den VfB ist das Duell mit dem Oberlungwitzer SV ein ganz spezielles Spiel: Das erste auf dem aufwändig rekonstruierten Mühltroffer Fußballplatz.

"Das ist natürlich eine ganz besondere Motivation für die Spieler, die das historische erste Match in unserem neuen Schmuckkästchen auf keinen Fall verlieren wollen", sagt Fußballabteilungsleiter Tino Schneider. "Ein tolles Gefühl, dass wir nun nach zwei Jahren auf fremden Plätzen wieder echte Heimspiele haben." Beide Teams sind Kontrahenten in der Staffel West der Landesklasse. Dort gab es in der Vorsaison ein Aufeinandertreffen, das Oberlungwitz auf eigenem Platz 2:1 für sich entschied. Voriges Jahr war für Mühltroff im Pokalwettbewerb nach einem 1:6 bei Merkur Oelsnitz in Runde 1 Endstation.

Für Merkur gibt es ein anderes Wiedersehen: In der zweiten Sachsenpokalrunde 2012/13 führten die Oelsnitzer, in der damaligen Bezirksliga gerade mit einer katastrophalen Hinrunde aufwartend, gegen den Oberligisten SSV Markranstädt bis elf Minuten vor dem Abpfiff 2:1. Robert Hofmann und Sebastian Hirsch hatten gegen die noch mit viel Geld aus dem Übernahmedeal mit RB Leipzig ausgestatteten und vom ehemaligen DDR-Nationalspieler Jürgen Raab trainierten Rand-Leipziger eine Führung herausgeschossen. Doch dann setzte sich die Routine der Gäste durch, denen ein mühevoller 3:2-Sieg gelang. Bei der zweiten Auflage dieses Duells im Elstertalstadion scheinen die Chancenvorteile wieder auf Seiten der Markranstädter. Nach dem coronabedingten Saisonabbruch wurde der SSV zum Meister erklärt und spielt nun in der Landesliga.

Der Reichenbacher FC gastiert bei der SG Rotation Leipzig. Im Stadtteil Eutritzsch will der RFC zum siebenten Mal in Folge über die erste Pokalhürde springen, um sich später eventuell gegen ein höherklassiges Team beweisen zu können. Leipzigs bisherige Auftritte im Pokal waren seit dem Landesklasse-Aufstieg 2017 stets kurz. Das Aus kam bereits nach dem ersten Spiel. "Die erste Runde gehört praktisch noch zur Vorbereitungsphase. Doch diesmal geht es auf alle Fälle wegen des baldigen Meisterschaftsbeginns etwas schärfer zur Sache als bisher. Ein Sieg wäre gut für das Selbstvertrauen", meint der Reichenbacher Coach Carlo Kästner. Allerdings muss er einige Umstellungen vornehmen: Süß fehlt wegen Urlaubs, Pascal, Axel Kühn, Heese, Papkalla und Köhler sind verletzt.

In Treuen treffen zwei Aufsteiger aufeinander. Der gastgebende Landesklasse-Rückkehrer FSV empfängt Motor Marienberg. Die Erzgebirger, Abbruch-Meister der Vorsaison in der Staffel West und Landesliga-Aufsteiger, haben die Favoritenbürde zu tragen, Treuen kann als Außenseiter befreit aufspielen.

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