"Müssen uns jetzt durchbeißen"

Nach dem schwachen Heimauftritt der Auer- bacher Regionalliga-Fußballer gegen Meuselwitz hofft der Trainer des VfB morgen in Halberstadt auf eine Reaktion seiner Elf.

Auerbach.

Der VfB Auerbach richtet sich am 8. Spieltag der Fußball-Regionalliga auf ein schweres Auswärtsspiel bei Aufsteiger Germania Halberstadt ein. "Ich sehe Halberstadt noch mal einen Tick spielstärker als unsere letzten Gegner Meuselwitz und Bautzen", sagt VfB- Trainer Michael Hiemisch vorm Gastspiel im Harz, für das morgen, 13.30 Uhr der Anpfiff ertönt. Die Platzherren stehen in der Tabelle zwei Punkte und zwei Plätze besser da als die Vogtländer.

Obwohl Auerbach drei Spiele in Folge nicht verloren hat und in der Zeit fünf Punkte holte, läuft es im Moment nicht wirklich rund. Der Mannschaft ist ganz offensichtlich die Leichtigkeit aus der Rückrunde der Vorsaison abhanden gekommen. Beim 1:1 in der Vorwoche gegen Meuselwitz quälte sich der VfB mehr oder weniger zu einem Teilerfolg. Das lag nicht zuletzt daran, dass erneut auch einige der vermeintlichen Leistungsträger deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben.

"Wir haben das Spiel tiefgründig ausgewertet. Es war ein schwacher Auftritt. Es fehlte an Leidenschaft, Zweikampfstärke, Spielfreude und Kampfkraft. Aber ohne genau diese Tugenden gewinnst du in der Regionalliga kein Spiel", sagt der Trainer. Für ihn steht fest: "Wir müssen uns jetzt zusammenraufen und durchbeißen. Nur so kommen wir dahin, wo wir hinwollen. Dass die Mannschaft dies weiß, reicht nicht: Jetzt müssen Reaktionen her."

Für großartige Umstellungen in der Mannschaft fehlen Michael Hiemisch im Mini-Kader aufgrund der Langzeitverletzungen von Philipp Müller, Thomas Stock und Felix Lietz die Alternativen auf der Bank. Zwar hat Felix Kunert mit seinem ersten Tor im VfB-Trikot gegen Meuselwitz angedeutet, dass er das Angriffsspiel beleben kann. Allerdings droht auch ein erneuter Ausfall, da der angeschlagene Vaclav Heger unter der Woche nicht mittrainieren konnte. Das wäre von daher bitter, da zumindest die Abwehr zuletzt ihre Sache recht ordentlich machte. Mit neun Gegentoren liegt man im Mittelfeld der Liga. Es klemmt schon eher im Spiel nach vorn: Nur drei Mannschaften haben noch weniger Tore erzielt als der VfB (7), dem bei eigenen Ballgewinnen zuletzt immer wieder die Ideen fehlten. "Wir müssen variabler spielen", fordert Michael Hiemisch.

Halberstadt hat nach dem sofortigen Wiederaufstieg in die Regionalliga einen soliden Saisonstart hingelegt, trainiert unter Profi-Bedingungen und hat mehrere höherklassig erfahrene Spieler im Team. Bislang erfolgreichster Torschütze ist zum Beispiel Tom Nattermann (ehemals Erzgebirge Aue, Carl-Zeiss Jena). Daheim steht der Aufsteiger in dieser Saison noch ohne Sieg da. Die Statistik spricht für Auerbach. Der VfB hat in der Regionalliga fünf von acht Spielen gegen Halberstadt gewonnen, darunter beide Partien in der Saison 2015/16: 4:1 (Heim), 3:2 (A).

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