Mylauer brechen in zweiter Hälfte ein

In den Handball-Ligen des Bezirkes ist der zweite Spieltag absolviert. Noch nicht alle Teams haben richtig Tritt gefasst.

Auerbach/Reichenbach.

Von den Handballteams der Region konnten am Wochenende nur die Rodewischer Handballwölfe in der 1. Bezirksklasse punkten. Nach dem 35:25-Heimsieg gegen Rochlitz/Geringswalde stehen sie vorerst auf Platz 4 der Tabelle. Fortschritt Mylau-Reichenbach verlor sein erstes Saisonheimspiel gegen Limbach-Oberfrohna dagegen deutlich 27:45 und findet sich erst einmal am Tabellenende wieder. Der VfB Lengenfeld musste sich in der Bezirksliga auswärts der spielstarken BSG Wismut Aue 28:35 beugen und steht aktuell auf Platz 7.

Bezirksliga: BSG Wismut Aue - VfB Lengenfeld 35:28 (17:14): In einem Spiel auf Augenhöhe legte Aue zunächst stets ein Tor vor, und Lengenfeld zog nach. Dann stellte die Heimmannschaft auf eine offensivere Abwehrformation um. Lengenfeld tat sich von da an schwer, die Angriffe mit Schwung vorzutragen und zum Torerfolg zu kommen, und es ging mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine. Die Lengenfelder nahmen sich vor, Ballverluste zu vermeiden und sich in der Abwehr mehr auf den starken Rückraum der BSG konzentrieren. Da das nur teilweise umgesetzt wurde, lief man in der kompletten zweiten Halbzeit stets einem Rückstand von zwei bis vier Toren hinterher. Eine Manndeckung gegen den starken Martin Herholz, um die schnell vorgetragen Angriffe der Auer zu unterbinden, führte dazu, dass nun die Außenspieler der BSG in Szene gesetzt wurden und ungehindert trafen. Im Endspurt des Spiels mussten die Lengenfelder auch noch verletzungsbedingt auf ihren Spielmacher Justin Fuchs verzichten. Die letzten sechs Minuten spielte Lengenfeld in Unterzahl. Die abgezockten Auer nutzten das, um den Sack zuzubinden. Am Sonntag gilt es im Vogtlandderby gegen Oelsnitz in eigener Halle mit einer starken Abwehr zu überzeugen. (fp)

Lengenfeld: Hoyer, Strauß, Streng (3 Tore), Rudolph (4), Schramm, Günther, Rink (4), Ch. Fuchs (3), J. Fuchs (6/davon 4 Siebenmeter), Böttger, Möckel (8), Schneider

1. Bezirksklasse: Rodewischer Handballwölfe - HSG Rochlitz/ Geringswalde 35:25 (19:12): Die Rodewischer feierten eine gelungene Heimpremiere mit einem über weite Strecken sicher herausgespielten Sieg. Diesmal hatte man deutlich mehr Wechselspieler zur Verfügung. Dabei gab Rückkehrer Thomas Luderer seinen Einstand und zeigte, dass er die erhoffte Verstärkung ist. Die HSG konnte nur in den Anfangsminuten Paroli bieten, weil im Angriffsspiel der Wölfe zunächst etwas Sand im Getriebe war und in der Abwehr die Abstimmung fehlte. Ab Mitte der ersten Halbzeit stellte Rodewisch aber die anfänglichen Unstimmigkeiten ab. Der Rückraum agierte nun flüssiger und torgefährlicher. Und weil man auch im Abwehrverbund nun flinker auf den Beinen war, stellte man die Gäste zunehmend vor Probleme. Nach anfänglichem Rückstand schafften die Wölfe in der 15. Minute den 8:8-Ausgleich. Sie nutzten den Schwung in den folgenden Minuten zur eigenen Führung, die sie kontinuierlich ausbauten. Mit einem beruhigenden 19:12 ging es in die Kabinen. Die ersten Minuten des zweiten Spielabschnittes gehörten den Gästen. Deren jetzt sehr aggressive Abwehr bekam den Rodewischern zunächst nicht. Mit drei Treffern in Folge verkürzte die HSG auf 19:15, ehe die Wölfe im Spiel zurück waren. Allerdings tat man sich in den folgenden Minuten deutlich schwerer mit dem Herausspielen klarer Chancen. Bis zum 21:17 in der 40. Minute konnte man die Gäste nicht abschütteln. Dann gelang es aber dank der Wechselmöglichkeiten, frischen Wind ins Spiel zu bringen. Über die Stationen 23:17, 28:20 und 30:20 sorgte Rodewisch für klare Verhältnisse. Auf die Leistung lässt sich aufbauen, was beim Auswärtsspiel am Sonntag beim heimstarken HC Annaberg-Buchholz auch unbedingt notwendig sein wird. (sebt)

Rodewisch: Kämpfer - Dießner, Groß (2), Kretzschmar (1), Lippold (7), Loebe, Lösel (3), Luderer (10), Schnabel (7), Walter (2), Zuber (3/2)

HV Fortschritt Mylau-Reichenbach - BSV Limbach-Oberfrohna 27:45 (16:18): Die Gäste, die mit einer Mannschaft der A-Jugend-Sachsenliga antraten, legten los wie die Feuerwehr. Mylau wurde von der offensiven Deckung überrascht und brauchte einige Zeit, sich darauf einzustellen. Erst in der 6. Minute erzielte Andy Demmrich den ersten Treffer. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Keine der beiden Mannschaften konnte sich absetzten. In der 20. Minute ging der HV zum ersten Male in Führung und legte danach sogar noch ein Tor zum 12:10 nach. Doch gelang es nicht, den Vorsprung zu verteidigen. Mit zwei Toren Rückstand ging es in die Kabine. Alles man sich beim HV in der Pause vorgenommen hatte, wurde nicht umgesetzt. Die Mylauer warfen im Angriff zu überhastet, fanden den freien Mitspieler nicht. So erhöhten die Limbacher innerhalb von acht Minuten ihren Vorsprung auf acht Tore. Mit fortschreitender Spieldauer schwanden bei Gastgeber zudem Kräfte, auch Resignation kam hinzu, während die Gäste bis zum Ende aufs Tempo drückten. Mylau verlor am Ende 27:45 und erhielt einen herben Dämpfer. Nun heißt es, das Erlebnis schnell abzuhaken und nach vorne zu schauen. Am Wochenende steht ein Auswärtsspiel bei der HSG Rochlitz/ Geringswalde an. (jewi)

Mylau-Reichenbach: A. Demmrich (2), Hoffmann (8/6), Hendel (1), Händel (6), Arlt, Böttcher (3), Schuster, Seuß (5), Meusel (2)

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