Nach der Flut folgt Fußball-Party

Die Plätze unterm Sonnenschirm waren am Samstag beim Public Viewing auf dem Sportplatz an der Elster in Weischlitz heiß begehrt. Gefeiert wurde dort im Rahmen der MDR-WM-Tour eine große Fußball-Sause mit 300 Gästen.

Weischlitz.

Der Radiosender MDR Sachsen hat mit Ronny Maiwald und Gert Zimmermann zwei Fußball-Moderatoren ins Vogtland geschickt, die am Samstag vom Platz aus das Spiel um Platz drei der Fußballweltmeisterschaft fürs Radio moderiert haben. Doch bevor die Sportler des FSV Bau Weischlitz, die in der Vogtlandklasse spielen, sich das Spiel Belgien gegen England anschauen konnten, standen sie selbst auf dem Platz. Das Testspiel gegen die zweite Mannschaft des FSV Treuen haben die Hausherren mit 15:1 (8:0) für sich entschieden. Wie es zu der Fußball-Party des MDR Sachsen kam? Man musste sich darum bewerben und das hat der Feuerwehrverein im Ort getan. Peter Buch gehört dort zum Vorstand und hat das Ganze ins Rollen gebracht.

"Der FSV ist jetzt innerhalb von fünf Jahren zweimal schwer vom Hochwasser betroffen gewesen, zuletzt im Mai. Und wir haben uns gedacht, es wäre doch eine tolle Sache, wenn die WM-Party nach Weischlitz kommt." Beworben hatten sich die Weischlitzer fürs erste Viertelfinalspiel. "Und dann haben wir gar nicht mehr dran gedacht. Dann kam kurzfristig ein Anruf, es gab ein Voting und jetzt wird hier auf dem Platz Fußball geschaut."

Eigentlich sollte es eine Überraschung sein für den FSV, aber wir mussten alle einweihen, weil wir die Stimmen fürs Voting gebraucht haben und es hat geklappt." Parallel hat der Verein eine Spendenbox aufgestellt - die Erlöse gehen an den FSV für das Hochwasser-Projekt. "Das Hochwasser war für uns eine schwierige Angelegenheit, weil viel kaputt gegangen ist. Wir mussten unter anderem die Tore und auch die Fundamente alle komplett neu machen. Zum Glück konnten wir alles Wertvolle retten, als das Wasser kam", erklärt Uwe Köhler Vorsitzender des FSV.

Als das Wasser 2013 kam, hatte der Gutachter eine Schadenssumme von 148.000 Euro ermittelt. Man habe danach einige Maßnahmen umsetzen können, sodass die Summe aktuell nicht so hoch ausfallen wird. Köhler geht von 15.000 bis 20.000 Euro aus. Das Gutachten liege aber noch nicht vor. "Wir können uns nur herzlich bedanken bei der Feuerwehr, dass sie uns beim Hochwasser mit Technik und Mannleistung unterstützt hat und jetzt die Bewerbung gestartet hat für die WM-Tour. Das ist natürlich eine feine Sache."

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