Nach knappem Heimsieg: Bronze ist Wasserballern so gut wie sicher

Die Oberliga-Männer der Spielgemeinschaft Auerbach/Netzschkau haben ihre bislang erfolgreichste Saison mit einem 15:14 gegen Leipzig beendet. Ob es wirklich Platz 3 wird, haben andere in der Hand.

Auerbach.

Im fünften Jahr nach der Bildung der Wasserball-Spielgemeinschaft SV Fortuna Auerbach/ TSV Nema Netzschkau ist der Oberliga-Mannschaft der Männer mit großer Wahrscheinlichkeit zum ersten Mal ein Podestplatz geglückt. Die Vogtländer verloren beim Heimspieltag am Samstag im Waldbad Brunn zwar zunächst 11:14 gegen Bautzen. Mit dem 15:14 im abschließenden Duell mit der HSG TH Leipzig gelang jedoch der fünfte Saisonsieg. Und mit dem verbesserte sich das Team vom fünften auf den dritten Tabellenplatz.

Ganz sicher ist den Auerbachern und Netzschkauern die Bronzemedaille aber noch nicht. Denn theoretisch kann der MSV Bautzen beim Nachholespieltag am 6. Oktober mit zwei Siegen noch vorbeiziehen. Allerdings müssen die Ostsachsen an dem Tag gegen den Tabellenführer USV TU Dresden und den auf Platz 2 liegenden ESV Lok Görlitz ins Wasser, die beide noch Chancen auf die Meisterschaft haben. Die Hinspiele gingen für Bautzen sowohl gegen Dresden (6:18) als auch gegen Görlitz (9:26) klar verloren.

Auf das Saisonfazit von Trainer Ralf Schmutzler, der die Spielgemeinschaft von Beginn an trainiert, hat die Endplatzierung ohnehin nur bedingt Einfluss. "Ich habe immer gesagt, dass wir gegen jede Mannschaft bestehen können, wenn wir mal konstant mit der Stammsieben durchspielen können", sagt er. Den Beweis dafür lieferten seine Männer insbesondere zu Saisonbeginn, als sie dem USV TU Dresden eine von zwei Saisonniederlagen beibrachten und auch Lok Görlitz eine Punkteteilung abtrotzten. "Das waren Spiele, auf die wir für die Zukunft aufbauen können", sagt der Trainer.

Erst in der Schlussphase der Saison ging den Göltzschtal-Wasserballern etwas die Luft aus. Am vorletzten Spieltag in Dresden, der an einem Mittwochabend ausgetragen wurde, fühlte sich das Team zunächst auch etwas von den Schiedsrichtern benachteiligt. Beim Heimspieltag am Samstag lief es dann auch aufgrund einiger kurzfristiger Ausfälle nicht wirklich rund. Im Auftaktmatch gegen Bautzen gingen die Gastgeber zwar 1:0 in Führung, liefen danach aber stets einem Rückstand hinterher und zogen am Ende mit drei Toren Unterschied den Kürzeren. "Das war spielerisch eine schwache Leistung von uns", kritisierte Ralf Schmutzler.

Auch gegen die zweite Mannschaft der HSG TH Leipzig tat sich sein Team schwer. Immer wieder war es die mangelhafte Chancenverwertung, mit der die Vogtländer die Gäste selbst im Spiel hielten. Für die Zuschauer freilich hätte es kaum noch spannender zugehen können. Über die Stationen 6:6, 9:9, 11:11 und 14:14 lief alles auf ein spannendes Finale hinaus. Erst als Michael Seidel zweieinhalb Minuten vor dem Abpfiff zum 15:14 traf und die Abwehr danach nichts mehr anbrennen ließ, war der Sieg perfekt. "Da haben sich die Jungs durchgekämpft", freute sich der Trainer.

Aufgebot Auerbach/Netzschkau: Jahn - Grau (4 Tore), Chemnitz (1), Mikulcak (9), R. Möller, Winkler, Singer (1), Seifert (6), I. Möller (3), Seidel (2), Ott.

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