Nach nur zwei Kampftagen: Saison abgebrochen

Verschärfte Corona-Bestimmungen und der Rückzug zweier weiterer Vereine bringen das Aus für die Regionalliga der Ringer. Auch für die Pausaer wurde das finanzielle Risiko zu groß.

Pausa.

Die Regionalliga Mitteldeutschland der Ringer ist coronabedingt nach dem zweiten Kampftag abgebrochen worden. Diesen Entschluss fassten die Präsidenten der Landesorganisationen Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin, die in der Zweckgemeinschaft Mitteldeutschland vereinigt sind, am Mittwoch gemeinsam mit Vertretern der drei verbliebenen Vereine.

Bereits vor dem Saisonstart mussten der RC Germania Potsdam, die KG Frankfurt (Oder)/Eisenhüttenstadt und der KFC Leipzig die Segel streichen, weil die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für sie nicht umsetzbar waren. Es verblieben mit der Wettkampfgemeinschaft (WKG) Pausa/ Plauen, dem 1. Luckenwalder SC, dem RSK Gelenau, RV Thalheim und SV Luftfahrt Berlin nur fünf Mannschaften. Am zweiten Kampftag vermeldete Luckenwalde zwei Coronafälle und zog sich aus der Liga zurück. Als jetzt auch der SV Luftfahrt einen Corona-Verdachtsfall meldete, stand der Hauptstadtklub für weitere Kämpfe nicht mehr zur Verfügung. In Folge dessen wurde eine Videokonferenz der fünf Landespräsidenten einberufen, in die auch die Vertreter der drei verbliebenen Vereine einbezogen wurden. Da der Erzgebirgskreis und das Vogtland nun als Risikogebiet zählen, damit auch verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen greifen, sahen diese Vereine keine andere Möglichkeit, als die weiteren Kämpfe abzusagen.

"Hier spielt die Verantwortung gegenüber den Ringern, Trainern, den Funktionären sowie Fans und Sponsoren eine wichtige Rolle. Es kommen aber auch immer mehr wirtschaftliche Aspekte ins Spiel", beschreibt Ligenleiter Henning Tröger die Situation. "Wenn nur noch 100 Personen in die Halle dürfen, bleibt es bei gerade einmal 30 bis 40 Zuschauern, und das zwingt die Vereine finanziell in die Knie", so der Vorsitzende des KSV Pausa, Ulrich Leithold.

Beim Heimkampf am Samstag hatte die WKG Pausa/Plauen gegen den RSK Gelenau 20 Ordner aufgeboten, die für die Einhaltung der Maskenpflicht sorgten, aber auch auf die vorgeschriebenen Laufwege verwiesen. Der Imbiss wurde nach außen verlegt. "Wir haben alles Mögliche getan, um die strengen Hygienemaßnahmen einzuhalten, die wir uns selbst auferlegten", versichert Leithold.

"Wir müssen jetzt an die Existenz der Vereine denken. Die Aufrechterhaltung des Trainings- und Vereinsbetriebs hat oberste Priorität. Da warten weitere Herausforderungen auf jeden Verein im Umgang mit den Behörden. Der Trainingsbetrieb ist für viele der letzte verbliebene soziale Kitt in Zeiten der Einschränkungen", so der Vizepräsident des Ringerverbandes Sachsen, Sören Ullrich.

Damit werden wohl erst wieder die Einzelmeisterschaften im Januar und Februar die Möglichkeit bieten, unter Wettkampfbedingungen zu ringen. Wie es in der Landesliga und in der Jugendliga weitergeht, darüber entscheiden die Vereine in den nächsten Tagen.

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