Nachwuchshandballer erfüllen Städtepartnerschaft mit Leben

Junge Sportler aus einem Ortsteil der Partnerstadt Nordhorn sind noch bis morgen beim HV Mylau/ Reichenbach zu Gast. Neben dem gemeinsamen Training stehen auch Ausflüge auf dem Programm.

Reichenbach.

Die Städte Reichenbach und Nordhorn wollen ihre Städtepartnerschaft mit mehr Leben erfüllen. Nach Gesprächen in Nordhorn haben sich beide Verwaltungen und das Reichenbacher Partnerschaftskomitee für die Städtepartnerschaften an Vereine gewandt und für aktive Beziehungen geworben. Mit Erfolg: Denn momentan weilt eine Jugendgruppe des Handballvereins SpVgg Brandlecht-Hestrup, eines Ortsteiles von Nordhorn, in der Region und trainiert mit den jungen Handballern des HV Mylau/ Reichenbach.

Am Mittwochnachmittag absolvierten die Mannschaften in der Sporthalle an der Cunsdorfer Straße eine erste gemeinsame Trainingseinheit, die mit Aufwärmen und Dehnen sowie Technikübungen wie Schüssen auf das Tor begann. Zwischendurch begrüßten der Reichenbacher OB Raphael Kürzinger (CDU) sowie Mitglieder des Partnerschaftskomitees die Gäste. Dabei wurden gegenseitig Geschenke verteilt. Und alle teilnehmenden Handballer erhielten T-Shirts zur Erinnerung an das Handballcamp.

Die Nordhorner Handballer gehören alle zur männlichen C-Jugend, während die Reichenbacher Mädchen und Jungen aus den Altersklassen D und E stammen. Das liegt daran, dass es im Verein keine C-Jugend-Mannschaft gibt. Dem gemeinsamen Sporttreiben und Verbringen der Freizeit stehen die paar Monate Altersunterschied aber nicht im Wege. A

"Ich finde toll, dass die Aktion der Partnerstädte gefruchtet hat und Kontakte auf Vereinsebene entstehen. Wir leben in einem Deutschland und die Kinder werden hier groß. Wenn sie sich begegnen, ist das ein Stück gelebte Partnerschaft. Beim letzten Bürgerbus war der Altersdurchschnitt 60+, hier ist er 6+", so der OB. Ines Baren, Jugendtrainerin bei den Nordhornern, arbeitet in der Stadtverwaltung und kam dort mit dem Wunsch nach mehr Beziehungen in Kontakt. "Wir haben überlegt, wo wir so ein Trainingslager machen können und uns für Reichenbach entschieden", erklärte sie.

Der hiesige Partnerverein sei eine enorme Hilfe. "Wir hatten im Vorfeld viel Kontakte mit Trainer Constantin Clemens. Das ist schon Luxus, denn wir haben viel abgestimmt und werden hier begleitet", so die Nordhorner Trainerin. Sie fand auch die schöne, helle Turnhalle optimal für das Training.

Die Gäste schlafen im AWO-Schullandheim "Am Schäferstein" Limbach. Dorthin haben sie die Reichenbacher für heute zum Grillabend eingeladen. Außerdem waren sie gestern zusammen klettern an der Talsperre Pöhl. Ausflüge ins Raumfahrtmuseum, zur Schanze Klingenthal und zur Sommerrodelbahn stehen heute auf dem Programm. Gestern wurde Reichenbach erkundet und dabei der Partnerschaftsgarten im Park der Generationen angeschaut. "Da das Wetter schön ist, können wir viel draußen machen", freut sich die Trainerin. Nur die Trainingseinheiten finden in der Turnhalle statt, die letzte am morgen vor der Abreise.

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