Nächster Rückschlag für Oberlosa

In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga gab es am Wochenende einen Sieg und eine Niederlage für die Plauener Mannschaften. Eine Woche vor dem Derby scheint Einheit besser drauf zu sein.

Plauen.

Plagte sich der HC Einheit Plauen in der vergangenen Saison der Handball-Oberliga noch mit dem Abstiegsgespenst herum, landeten die Plauener in Aschersleben ihren dritten Sieg im fünften Saisonspiel. Bei Oberlosa sieht die Statistik genau andersherum aus.

SV 04 Oberlosa - HC Burgenland 25:29 (14:15): Der von vielen als Meisterkandidat gehandelte SV 04 Oberlosa hat nach der 25:29-Niederlage gegen Burgenland einen Fehlstart hingelegt. Viele kleine Ursachen scheinen eine Rolle zu spielen. Bei Oberlosa macht man sich Sorgen. Aber weggerannt war nach der dritten Niederlage im fünften Match keiner der Verantwortlichen.

Vereinschef Bernd Märtner: "Dieses Spiel gegen Burgenland war für uns richtungsweisend. Wenn dann der Gegner verdient gewinnt, weil wir zu viele falsche Abschlussentscheidungen treffen, müssen wir das konsequent auswerten." Gäste-Trainer Steffen Baumgart freute sich für seine Jungs über den fünften Sieg im fünften Spiel. "Die Liga ist so eng beieinander wie noch nie. Das kann man daran erkennen, dass Oberlosa letzte Woche von Aschersleben auf dem falschen Fuß erwischt wurde und dann gewinnt heute auf einmal Einheit Plauen vollkommen überraschend in Aschersleben."

Die Gäste leisteten sich zunächst 13 technische Fehler und lagen folgerichtig hinten. Oberlosas Assistenztrainer Richard Wander hatte eine richtig gute erste Halbzeit gesehen. "Leider haben wir es verpasst, noch mehr aus unseren Möglichkeiten zu machen." Die Plauener führten zunächst mit 6:2, dann aber stand es plötzlich 7:7 und nach der 13:10-Führung der Plauener wendeten die Naumburger gar das Blatt. Ants Benecke sorgte für die erste Führung der Gäste, die im zweiten Durchgang lediglich noch zwei Ausgleichstreffer zuließen zum 17:17 und 23:23. Immer wieder setzten die Gäste die entscheidenden Akzente. "Wir hatten sechs Chancen, selbst das Spiel zu drehen, sind jedoch permanent an uns selbst gescheitert", trauerte Cheftrainer Petr Hazl den vergebenen Möglichkeiten nach. Irgendwie unterliefen jedem im Plauener Team ein, zwei Fehler. Dann wurde der Gastgeber unsicher. Anstatt weiter in die Lücken der Gästeabwehr zu stoßen, wurde der Ball weitergereicht, bis die Zeitspielansage der oft unglücklich wirkenden Schiedsrichter kam. Mit Verzweiflungswürfen war gegen Burgenland dann nichts mehr zu machen.

Statistik Oberlosa: Klaus, Flämig - Kveton (2 Tore), Fort, Wetzel, Weikert (2), Roth (1), Trommer-Ernst (3), Mertig, Richter (4), Hertel (1), Kolomaznik (4), Multhauf (5), Rahn (3). HC Aschersleben - HC Einheit Plauen 25:34 (15:18): Der HC Einheit feierte nach zwei Heimsiegen den ersten Auswärtserfolg. Beim HC Aschersleben dominierte der HCE in der zweiten Halbzeit und gewann am Ende verdient mit 34:25. Das bedeutet nach fünf Spieltagen Rang fünf. Das Trainerteam Sajenev/Richter fand nach dem Abpfiff nur lobende Worte. "Das Ergebnis ist der Lohn unserer harten Trainingsarbeit und Disziplin", freute sich Vasile Sajenev.

Dass es in Aschersleben nicht leicht werden würde, machten die Gastgeber von Anfang an deutlich. Bis Mitte der ersten Halbzeit lag Einheit immer zurück. Die Abwehr benötigte etwas Zeit, um sich auf den gegnerischen Angriff einzustellen. In der Offensive leitete Zbiral das Spiel ruhig und konzentriert. So gelang es immer wieder zum Torerfolg zu kommen. Zur Halbzeit führten die Gäste bereits mit 18:15.

Anders als in den Partien zuvor leisteten sich die Plauener nach dem Seitenwechsel keine Schwächephase. "Ein besonderes Lob muss ich heute unserer Abwehr machen. Krüger, Burda und Broz haben im Zentrum einen richtig guten Job gemacht", lobte Sajenev. Aus dieser sicheren Abwehr heraus erzielten die Spitzenstädter Tor um Tor. Zehn Minuten vor Schluss betrug der Vorsprung zehn Tore. Die Trainer nutzte die Gelegenheit alle Spieler einzusetzen. "Die Neuen haben sich nahtlos eingefügt. Wir haben deutlich gezeigt, dass wir auf dem Feld und daneben gemeinsam mit den Fans eine Einheit sind", so Richter.

Statistik Plauen: Misar, Pour, Corda, Gemeinhardt, Krüger (8 Tore), Burda (5), Höpner (1), Broz (4), Zbiral (2), Danowski (11), Pecek (1), Dolak (2).

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