"Neuer" RFC kommt auf den Prüfstand

Die neu aufgestellte Elf des Landesliga-Absteigers trifft morgen im Sachsenpokal auf Lichtenstein. So viel ist klar: Es muss eine bessere Leistung als im letzten Testspiel her.

Reichenbach.

Wo steht der Reichenbacher FC eine Woche vor dem Punktspielstart in der Fußball-Landesklasse? Einem aussagekräftigen Form-TÜV wird die Truppe von Steve Gorschinek morgen, 16 Uhr im Sachsenpokal-Heimspiel gegen den SSV Lichtenstein unterzogen. Der letzte Test am Mittwochabend gegen den VfB Auerbach II riss eher keinen vom Hocker. Denn das 1:1 schmeichelte am Ende sogar den Hausherren, deren Vorstellung sich von der ersten bis zur letzten Minute als sehr zerfahren darstellte. Als einen "Schuss vor den Bug" bezeichnete der RFC-Trainer am Ende die Leistung seiner Jungs, die nie richtig ins Geschehen fanden und in den Zweikämpfen oft alt aussahen.

Der VfB wirkte spritziger und besaß vor allem vor der Pause den größeren Zug zum Tor. Mit seiner ersten Gelegenheit traf Reichenbach aber zur Führung, als Reiher über rechts quer auf Süß legte und dieser aus Nahdistanz einschob (14.). Das 1:0 hielt aber nicht lange. Zunächst verhinderte Torwart Rahm zweimal gedankenschnell den Ausgleich. Der fiel dann aber doch, als Rehfeld aus fast unmöglich erscheinenden Winkel das Streitobjekt ins lange Eck bugsierte (20.).

Fortan war Auerbach die präsentere Mannschaft und sorgte vor allem mit ruhenden Bällen für Unordnung in der RFC-Defensive. Reichenbach fehlte das Tempo und die Bindung zwischen den Mannschaftsteilen. "Mit so einer Darbietung wie heute werden wir in den nun beginnenden Pflichtspielen keinen Gegner beeindrucken können", meinte Steve Gorschinek.

Gegen Lichtenstein hofft er morgen vor allem auf die Rückkehr des wegen Wadenproblemen draußen gebliebenen Mittelfeldlenkers Maik Strobel. "Man hat deutlich gesehen, dass zwischen den Strafräumen einer fehlte, der den Taktstock führt. In dieser Zone mangelt es eindeutig noch an der Erfahrung und auch an der Cleverness. Maik ist einer, der diese Schwachstelle auf alle Fälle beheben kann", sagte der Trainer. Dass er sich gegen die Lichtensteiner ein Weiterkommen erhofft, steht außer Frage: "Aber wir gehen demütig und mit Respekt den kommenden Aufgaben entgegen. Wir sind schließlich nicht ein Absteiger, der Ambitionen hat, ganz schnell wieder in die nächsthöhere Klasse zurückzukommen, sondern einer, der sich in der Landesklasse erst einmal etablieren will. Die Mannschat ist aufgrund des personellen Aderlasses mit der aus der Vorsaison überhaupt nicht mehr zu vergleichen. Schließlich haben einige, die neu dazukamen, vor kurzem noch ein oder zwei Klassen tiefer oder bei den A-Junioren gekickt. Das braucht viel Geduld. Ein guter Start könnte uns allen dabei helfen."

Reichenbachs morgiger Pokalkontrahent gastiert nicht zum ersten Mal am Wasserturm. 2010/11 kreuzten beide Vereine um Punkte schon einmal dort die Klingen. Lichtenstein gewann 3:1, verlor dann das Rückspiel aber mit 0:2 und stieg postwendend nach seinem Debütjahr wieder in die Kreisoberliga ab. Nach dem Wiederaufstieg im vergangenen Sommer und Platz 10 geht der SSV nun das zweite Jahr an. Es soll kein Verflixtes werden. Seine Abgänge in der Sommerpause scheint Lichtenstein gut kompensiert zu haben: So stießen vom Landesligameister VfL Hohenstein-Ernstthal die erfahrenen Sebastian Helbig und Pierre Börner sowie aus Crossen Dominik Weis und Damian Adamczewski zum Team.


Das machen die anderen

Kreispokalsieger SC Syrau ist bereits heute, 15 Uhr Gastgeber für Landesklasse-Aufsteiger VfB Annaberg. Für Trainer Chris Begerock steht fest: "Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, endlich mal die erste Runde zu überstehen".

Auch Merkur Oelsnitz spielt schon heute. Die Landesklasse-Elf tritt beim nordsächsischen Kreispokalsieger Frisch Auf Doberschütz-Mockrehna an. "Wir wollen uns nicht blamieren und weiterkommen", sagt Trainer Jens Starke.

Für den FSV Treuen geht es morgen zum Landesklasse-Punktspielrivalen Concordia Schneeberg. Die Vogtländer sind durch drei Sperren aus der Vorsaison und einige Urlauber gehandicapt. "Wir wollen es Schneeberg so schwer wir möglich machen", sagt Co-Trainer Andreas Schmutzler.

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