Nur Mühltroff ist bereit für die Landesklasse

In der Fußball-Vogtlandliga verzichtet das jetzige Spitzentrio auf sein Aufstiegsrecht. Um das wahrzunehmen, ist mindestens Platz 3 erforderlich.

Plauen.

Fünf Spieltage vor Ende der Saison in der Fußball-Vogtlandliga haben noch vier Mannschaften ernsthafte Chancen auf die Meisterschaft. Das Problem: Aufsteigen will aus diesem Quartett nur einer, und der steht aktuell nicht auf einem Tabellenrang, der dazu berechtigt.

Das Führungstrio aus FC Fortuna Plauen, SV Fronberg Schreiersgrün und SC Syrau hat dem Vogtländischen Fußballverband fristgerecht mitgeteilt, dass man im Falle eines Titelgewinns sein Aufstiegsrecht nicht wahrnimmt. Chancen, am Saisonende unter den ersten drei Aufstiegskandidaten zu landen, hat auch noch der Vierte VfB Mühltroff, zumal er noch die Nachholpartie gegen den SV Kottengrün in der Hinterhand hat. Im Gegensatz zu den drei aktuell vor ihnen platzierten Vereinen hätten die Mühltroffer durchaus Lust, sich der sportlichen Herausforderung zu stellen. "Sollten wir tatsächlich unter den ersten Drei landen, hätten wir nichts dagegen, das Abenteuer Landesklasse in Angriff zu nehmen", formuliert Vizepräsident Manfred Graewe. "Das wäre zwar eine große Herausforderung für alle im Verein, die wir aber versuchen würden zu stemmen." Dazu müsste der VfB erst mal sein bevorstehendes Spiel beim BSV Irfersgrün (Rang 7) gewinnen. Kein Ding der Unmöglichkeit, auch wenn der personell arg gebeutelte BSV immerhin vier Zähler aus den jüngsten drei Partien holte.

Vier Punkte vor Mühltroff hat sich der SC Syrau auf dem dritten Rang eingenistet. Er ist Gastgeber für den 1. FC Rodewisch (Platz 6). Syrau ist in der Liga seit November vergangenen Jahres ungeschlagen. Seitdem gab es neun Siege und drei Unentschieden. Rodewisch geriet ein wenig aus der Spur, hat seit der 1:2-Niederlage bei Schlusslicht Lengenfeld am 24. März aus drei Spielen nur einen Zähler geholt.

Der Tabellenzweite Schreiersgrün tritt mit dem Schwung des 4:2-Heimsieges im Topspiel gegen Spitzenreiter Fortuna Plauen beim VfB Auerbach II an. Der ist Drittletzter, hat aber seine jüngsten beiden Heimspiele mit Kantersiegen ohne Gegentor für sich entschieden und dabei 16 Treffer erzielt.

Der führende FC Fortuna Plauen hat die von der Papierform her leichteste Aufgabe vor sich. Er empfängt den Tabellenletzten VfB Lengenfeld. Dabei trifft die beste Offensive (71Treffer) auf die schwächste Defensive (76 Gegentore). Schon deshalb wäre alles andere als ein Plauener Sieg eine dicke Überraschung.

Mit zwei Punkten mehr als der VfB Lengenfeld ist der 1. FC Wacker Plauen Vorletzter und gastiert beim Zehnten Grün-Weiß Wernesgrün. Beide treffen mit dem Selbstvertrauen eines vorherigen 2:0-Sieges aufeinander. Wernesgrün schlug den BSV Irfersgrün, Wacker die SG Unterlosa. Für die Unterlosaer war dies die fünfte Pleite in Folge, die sechste folgte am Mittwoch im Nachholspiel in Kottengrün. Nun erwarten die Unterlosaer (Platz 9) den Elften FC Werda.

Der SV Kottengrün, nach dem 4:0 im Nachholspiel gegen Unterlosa Achter der Tabelle, hat wieder Heimrecht. Zu Gast ist der Fünfte SG Rotschau, der eine starke Saison spielt und den Schwung des Pokalsiegs gegen Syrau mitbringt.

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