Oberlosa bleibt zu Hause eine Macht

In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga gewinnt der SV 04 deutlich. Für Einheit Plauen gab es in Delitzsch nichts zu holen.

SV 04 Oberlosa - ZHC Grubenlampe 30:17 (11:6). Am 21. Spieltag der Handball-Oberliga gewann der SV 04 Oberlosa sein Heimspiel gegen den Zwicker HC Grubenlampe deutlich. Mit nunmehr 33:9 Punkten behaupten die Plauener Tabellenplatz 2 und haben fünf Spieltage vor Schluss bereits mehr Punkte gesammelt als jemals zuvor in dieser Liga.

Vor 568 Zuschauern kam Oberlosa zunächst schwer ins Spiel. Erinnerungen an das 25:25 im Hinspiel wurden wach, als die Gäste nach fünf Minuten 4:1 in Führung lagen. "Nach diesem klaren Heimsieg fragen sich bestimmt alle, wie es im Hinspiel zu einem 25:25-Unentschieden kommen konnte. Ganz einfach: Da hat bei Zwickau alles gepasst, und bei uns lief es nicht. So wie heute zu Beginn. Da lagen wir ja auch 1:4 hinten", erklärt Spielmacher Torsten Wetzel. In der Folge spielten die Hausherren ihre Stärke aus und stellten eine Abwehr, die dem Ruf als beste Defensive der Liga vollauf gerecht wurde. Den Gästen gelangen in den 25 Minuten bis zur Halbzeitpause lediglich zwei weitere Treffer, und die Schwarz-Gelben gingen durch Tore von Denny Mertig (3), Jakub Kolomaznik und Linus Roth 7:4 in Führung. Trotz einiger Unzulänglichkeiten im Angriff setzten sich die Schwarz-Gelben bis zur Pause auf 11:6 ab.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Oberlosaer klar Chef im Ring. Die kompakte Abwehr mit dem starken Carsten Klaus zwischen den Pfosten ließ Zwickau nicht zur Entfaltung kommen. Oberlosa spielte mit deutlich mehr Tempo im Angriff und kam einfach zu Toren. Youngster Louis Hertel zog im Angriff geschickt die Fäden und belohnte sich für eine starke Leistung mit sieben Treffern. SV-Coach Petr Hazl gab allen Akteuren ihre Einsatzzeiten und wechselte munter durch. Der erneut stark auftrumpfende Karel Kveton setzte mit dem 30. Treffer den Schlusspunkt unter eine einseitige Partie.

Nun stehen wieder zwei spielfreie Wochen auf dem Programm, ehe die Oberlosaer am 30. März beim HSV Apolda gefordert sind. Das nächste Heimspiel steigt am 6.April gegen den HBV Jena.

Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton (5 Tore), Wetzel (1), Weikert (1), Roth (3), Englert (1), Märtner, Trommer-Ernst (1), Mertig (6/davon 3 Siebenmeter), Richter, Hertel (7), Kolomaznik (3), Multhauf (2/1)

NHV Delitzsch - HC Einheit Plauen 36:28 (18:16). Der HC Einheit Plauen bleibt in dieser Saison auswärts ohne Punktgewinn. Auch in Delitzsch mussten sich die Plauener geschlagen geben. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit gelang im zweiten Spielabschnitt nicht mehr viel. Am Ende musste sich Einheit 28:36 (16:18) geschlagen geben und steht weiter auf dem letzten Tabellenplatz der Mitteldeutschen Oberliga.

Einheit startete gut in die Partie gegen den Tabellenneunten. Neuzugang Martin Broz erzielte den ersten Treffer. Bis zur neunten Spielminute legten die Plauener immer ein Tor vor, die Gastgeber glichen im Gegenzug aus. Zwei Fehler der Gäste nutze Delitzsch, um 7:5 in Führung zu gehen. Den Plauenern stand eine gefestigte Abwehr gegenüber, und so gelang in zehn Minuten nur ein Tor, während die Gäste Treffer um Treffer erzielten. Der HC Einheit fand jedoch ins Spiel zurück. Mit einem Rückstand von zwei Toren beim Stand von 16:18 ging es in die Kabinen.

"Nach dem Wiederanpfiff konnten wir an unsere Leistung nicht anknüpfen. Unsere Aktionen im Angriff waren nicht druckvoll und konsequent genug", so Trainer Jan Richter. Delitzsch baute die Führung auf 21:16 aus. Den Plauenern gelang nun keine Aufholjagd mehr, der Rückstand blieb bei fünf Toren. Durch Zeitstrafen gegen Kies und Werning war Einheit in doppelter Unterzahl, und der Rückstand wuchs auf 21:29 an. Am Ende musste sich Einheit 28:36 geschlagen geben. "Mit der Leistung in der ersten Halbzeit bin ich mit Abstrichen noch zufrieden, aber die Leistung in der zweiten Halbzeit war ein deutlicher Rückschritt. Wir haben es wieder nicht geschafft, nach einem guten Spiel vergangene Woche konstant aufzutreten", resümiert Richter nach der Partie.

Plauen: Misar, Pour, Beketov (2), Dobritz, Krüger (2), Wolf (3), Höpner (2), Werning, Broz (4), Kies, Zbiral (5), Rahn (3), Danowski (7/1), Pecek.

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