Oberlosa demontiert Spitzenreiter

In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga hat der HC Einheit Plauen in letzter Sekunde einen Punkt erkämpft. Das andere Plauener Team setze ein Achtungszeichen.

Plauen.

Der SV 04 Oberlosa hat in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga für einen Paukenschlag gesorgt. Verlief die Hinrunde nicht wie erwünscht, startete das Team mit einem fulminanten 31:17-Auswärtssieg beim Spitzenreiter Delitzsch ins neue Jahr. Der HC Einheit Plauen freute sich bei der SG Pirna/Heidenau über einen späten Punktgewinn.

NHV Concordia Delitzsch - SV 04 Oberlosa 17:31 (11:14): Der SV 04 Oberlosa hat es am 15. Spieltag der Handball-Oberliga so richtig krachen lassen. Die Spitzenstädter gewannen beim bisherigen Tabellenführer Delitzsch überaus deutlich mit 31:17. "Wir hatten zuvor eine sehr gute Trainingswoche. Umso glücklicher bin ich, dass sich die Jungs dafür belohnt haben", jubelte SV-Coach Petr Hazl nach dem Schlusspfiff.

Dabei kam seine Mannschaft schlecht ins Spiel und lief zunächst einem Rückstand hinterher. Der Delitzscher Angriffsmotor geriet aber ins Stocken, zudem schwang sich Carsten Klaus im SV-Gehäuse zu einer tollen Leistung auf. Beim 4:3 brachte Jakub Kolomaznik Oberlosa erstmals in Führung. Über die Stationen 9:6 und 11:8 behaupteten die Schwarz-Gelben ihren Vorsprung. Mit der Pausensirene jagte Multhauf trotz harter Bedrängnis die Kugel zum 14:11-Pausenstand ins Netz.

Der Start in den zweiten Spielabschnitt gelang den Spitzenstädtern perfekt. Louis Hertel (2) und Torsten Wetzel erhöhten mit ihren Treffern auf 17:11. Oberlosa wechselte viel und hielt das Tempo permanent hoch. So schraubten die 04er den Abstand immer weiter nach oben und lagen beim 23:15 deutlich vorn. Unerwartet deutlich mit 31:17 gewannen die Schwarz-Gelben letztlich auch in der Höhe verdient und schoben sich auf Platz 5 nach vorn. "Großes Kompliment an meine Mannschaft. Nach zerfahrenem Beginn haben wir hier ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht", zeigte sich Petr Hazl zufrieden.

SG Pirna/Heidenau - HC Einheit Plauen 17:17 (10:6): Einen Handballkrimi lieferte der HC Einheit Plauen am Samstag bei der SG Pirna/Heidenau ab. Eigentlich sahen die Plauener wie die Verlierer aus. Aber dank einer kämpferischen Leistung bis zur letzten Sekunde erstritt sich Einheit ein 17:17.

"Wir hatten heute das Glück das Kämpfenden auf unserer Seite, denn eigentlich haben wir kein gutes Spiel gemacht", resümierte Trainer Jan Richter nach der Partie. "Nachdem wir in der Hinrunde mehrfach unglücklich in letzter Sekunde ein Unentschieden hinnehmen mussten, freuen wir uns umso mehr über den eigentlich unerwarteten Punktgewinn." Einheit fuhr mit voller Besetzung zur abwehrstärksten Mannschaft der Liga nach Pirna. Es dauerte sechs Minuten, bis Martin Danowski per Strafwurf den ersten Treffer des Spiels erzielte. In der Folge trafen beide Mannschaften gleichermaßen. Nach elf Minuten stand es 3:3. Pirna fand nun besser ins Spiel und konnte mehrfach treffen. Den Plauenern wiederum gelang minutenlang kein Tor.

"Uns ist es nicht gelungen auf den Punkt zu spielen. Wir haben zu oft eine falsche Entscheidung getroffen, zu früh den Abschluss gesucht oder sind am gegnerischen Torhüter gescheitert", analysierte Trainer Vasile Sajenev.

Die Konsequenz war ein 3:9-Rückstand. Nach einer Auszeit fing sich Einheit etwas und Krüger und Danowski betrieben mit ihren Toren zum 6:10 noch etwas Ergebniskosmetik bis zur Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielgeschehen wenig. Beide Mannschaften arbeiteten in der Abwehr sehr gut und stellten den Gegner vor Probleme. Doch Pirna machte seine Arbeit einfach besser. Die Plauener fanden wenig Mittel, um zum Torerfolg zu kommen. Dank eines starken Torhüters Jan Misar hielt sich der Rückstand mit vier Toren in Grenzen. Mitte der zweiten Hälfte stand es 11:15 aus Plauener Sicht. Sechs Minuten vor dem Ende beim Stand von 13:17 schien das Spiel entschieden. Doch Einheit-Keeper Misar vernagelte seinen Kasten und vorn gelang für wenige Minuten das Angriffsspiel. Burda und Dolak stellten den 16:17-Anschluss her. 30 Sekunden vor dem Ende erkämpften sich die Spitzenstädter erneut den Ball und setzten alles auf eine Karte. Burda erzielte den 17:17-Ausgleich vier Sekunden vor Schluss. Das folgende Anspiel unterband Dolak, was eine Disqualifikation und einen Strafwurf bedeutete, den Pour parierte.

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