Oberlosa erwartet besten Angriff

In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga steht dem SV 04 am Samstag ein interessantes Duell bevor. Der HC Einheit sieht sich am 3. Spieltag noch nicht in Zugzwang.

Plauen.

Im Heimspiel gegen die HSG Freiberg will der SV 04 Oberlosa in der Mitteldeutschen-Handball-Oberliga ungeschlagen bleiben. Einheit Plauen hingegen strebt in Aue den ersten Sieg an.

SV 04 Oberlosa - HSG Freiberg: Im zweiten Heimspiel der Saison empfängt der SV 04 Oberlosa mit der besten Abwehr der Liga die HSG Freiberg, die über den besten Sturm verfügt. Anwurf ist am Samstagabend, 19 Uhr in der Plauener Kurt-Helbig-Halle. Die Minimalisten vom SV 04 Oberlosa gelten derzeit als unbequemster Gegner in der Liga überhaupt. Und die HSG Freiberg wird allerorten ihrer sieben Torjäger wegen gefürchtet. SV-Schlussmann Carsten Klaus kassierte in den Spielen gegen den HC Einheit Plauen (18:18) und in Pirna (22:17) zwar erst 35 Gegentreffer. "Am Samstag aber werden ganz sicher schon deshalb mehr Tore fallen, weil wir gar nicht wissen, auf wen wir uns konzentrieren sollen", ist sich Klaus sicher.

Freiberg hat genau wie Oberlosa 3:1 Punkte auf dem Konto und rückt mit Felix Kempe (bisher 13 Tore), Martin Rom (10), Dominik Gelnar (9), Eric Neumann (8), Benjamin Wolf (7), Björn Richter (5) sowie Martin Schettler (4) an. Beim SV 04 bleibt man gelassen: "Wir sind wie eine Wundertüte, weil wir derzeit selbst noch nicht wissen, wo wir genau stehen. Auch in dieser Woche haben mir drei Leute gefehlt, die eventuell am Samstag unseren Kader kräftig verstärken könnten", hält sich SV-Trainer Petr Hazl zurück. Er fügt aber gleich hinzu: "Heimspiele wollen wir prinzipiell gewinnen. Alles andere müssen wir versuchen auszublenden."

Viele im Umfeld des Vereins hatten nach dem überraschenden Auftaktremis im Stadtderby gegen Einheit schon einen Fehlstart der Oberlosaer vorhergesehen. Carsten Klaus ist zugleich ab dieser Saison auch Teammanager: "Wir haben nach über einem halben Jahr Punktspielpause nicht nur mit uns selbst, mit Verletzungen, Formschwankungen und Abstimmungsproblemen zwischen dem Altkader und unseren sechs Zugängen zu kämpfen. Hinzu kommen auch die sich täglich ändernden Coronabestimmungen, weil sich unsere tschechischen und slowakischen Spieler ständig auf neue Gegebenheiten einstellen müssen", gibt Klaus zu bedenken. Der Keeper "will aber keinen Vorwand suchen, sondern die mitunter recht wechselhaften Leistungen während eines Spiels erklären."

EHV Aue II - HC Einheit Plauen: Zum dritten Saisonspiel fahren die Oberligahandballer vom HC Einheit Plauen (1:3 Punkte) am Sonntag nach Aue. Spielbeginn gegen EHV Aue II (3:1 Punkte) ist 16.30 Uhr. Die 30:33-Niederlage zuletzt gegen Jena ist bei den Plauenern ausgewertet. Das Team von Trainer Jan Richter hat erst einen Zähler auf dem Konto. Sind die Plauener in Aue schon im Zugzwang, auch weil eine Woche später das Heimspiel gegen einen der Titelfavoriten Bad Blankenburg folgt? "Nein, sind wir nicht. Natürlich werden wir alles tun, um in Aue zu punkten. Sollte es nicht so sein, können wir auch gegen Bad Blankenburg Punkte holen", so Richter.

"Aue II ist keine ganz junge Mannschaft mehr und hat mehrere erfahrene Spieler in seinen Reihen. Ein gefestigtes Team mit harter Abwehr und sicheren Spielzügen nach vorn. Sie spielen einen schnellen Handball, gehen hohes Tempo. Mit Marcel Schäfer haben sie einen ehemaligen Zweitligaspieler in ihren Reihen, der dem Team die nötige Stabilität gibt", weiß Richter. In der vergangenen Saison spielten die Plauener beim damaligen Oberliganeuling in Aue 29:29 und siegten im Heimspiel, dem letzten Punktspiel vor dem Saisonabbruch, 30:21.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.