Obervogtlandderby geht an Klingenthal

Alle drei Oelsnitzer Handballteams mussten am Wochenende Niederlagen einstecken. Jetzt folgt eine mehrwöchige Spielpause.

Oelsnitz/Klingenthal.

Von den fünf im Punktspielbetrieb stehenden obervogtländischen Handballteams durfte sich am Wochenende nur der HV 90 Klingenthal über einen Sieg freuen.

Bezirksliga Männer: HSG Sachsenring Hohenstein-Ernstthal - TSV Oelsnitz 29:17 (15:8): Der Tabellendritte Oelsnitz hat am Sonntag das Topspiel bei Spitzenreiter HSG Sachsenring klar verloren. An der Platzierung beider Teams ändert sich nichts. Zur ungewohnt frühen Anwurfzeit um 11 Uhr konnten die Oelsnitzer mit dem Ball nicht wie gewohnt umgehen, da im Sportzentrum Hohenstein-Ernstthal Wachsverbot besteht. Der TSV hielt trotzdem gut mit und hätte bei einer besseren Chancenverwertung das Spiel knapper gestalten können. Personell sah es bei den Vogtländern auch nicht rosig aus, nur sieben etatmäßige Spieler der ersten Mannschaft standen Interimstrainer René Goldstein zur Verfügung. Vier Handballer der zweiten Mannschaft halfen aus, sodass wenigstens die Möglichkeit zum Wechseln bestand. Sofort nach Spielende fuhren die zu ihrem eigenen Punktspiel nach Rodewisch weiter. Die Heimmannschaft konnte auf einen vollen Kader von 14 Spielern zurückgreifen, führte aber nach zehn Minuten nur 5:2. Nach einem vergebenen Siebenmeter und einer Zwei-Minuten-Strafe lag der Tabellenführer 8:2 vorn. Mit nicht genutzten Chancen luden die Oelsnitzer den Gegner immer wieder zu Kontern ein. Die zweiten 15 Minuten der ersten Hälfte ging nur knapp 7:6 an Sachsenring. Nach den ersten 30 Minuten musste der TSV mit einer klaren 8:15-Rückstand den Gang in die Kabine antreten. Nach dem Seitenwechsel stellten die Oelsnitzer ihr Angriffsspiel etwas um, agierten nun mit zwei Kreisläufern. Damit kamen die Sachsenring-Handballer nicht gut zurecht. Oft fand der TSV eine Lücke in der Abwehr oder einen freien Mann am Kreis. So konnte Oelsnitz den Rückstand ein wenig verringern. Nach 37 Minuten waren es beim Stand von 17:11 noch sechs Tore. Doch wieder scheiterte der TSV bei einem Siebenmeter. Statt des möglichen Treffers zum 12:17 machte die Heimmannschaft zwei Tore in Folge und führte wieder klar 19:11. Zwar gaben sich die Oelsnitzer nicht auf, doch es fehlte mehrmals das nötige Quäntchen Glück beim Abschluss. Weiter geht es erst am 22. Februar mit dem Spiel beim Tabellenfünften USG Chemnitz. (ixs)

Oelsnitz: Seidel - Grünwald, F. Schmidt (4/1), Müller, F. Bechler (4/1), Stache (3), D. Schmidt (3), Leucht (1/1), Lehmann (1), B. Schmidt (1), Strobel

1. Bezirksklasse Frauen: Roßweiner SV - TSV Oelsnitz 26:11 (11:7): Mit nur sieben Feldspielerinnen gab es am Samstag für die Oelsnitzer Handballerinnen nicht unerwartet die vierte Niederlage in Folge. Hielt die TSV-Mannschaft bis zur Pause beim Stand von 7:11 noch einigermaßen mit, machte sich im zweiten Durchgang der Kräfteverschleiß bemerkbar, zumal für Michelle Köster nach einer Disqualifikation in der 54. Minute das Spiel vorbei war. Die Oelsnitzerinnen warten somit in Kalenderjahr weiter auf den ersten Punktgewinn. In der Tabelle sind sie auf den vierten Platz abgerutscht. Nach einer vierwöchigen Spielpause aufgrund der Winterferien geht es erst am 1. März mit dem Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Burgstädter HC II weiter. (pj)

Oelsnitz: Deichsel - C. Papst, Köster (3/2), Steudel (1), Popp (1), Handke (2/1), Haller (3), F. Papst, Büttner (1)

Kreisliga Männer: HV 90 Klingenthal - Neptun Markneukirchen 29:22 (14:13): Nach einem ausgeglichenen Start setzte sich Tabellenführer Klingenthal auf 6:2 (7.) ab. Nur wenig später musste der HV 90 beim 9:8 (18.) den Markneukirchener Anschlusstreffer hinnehmen. Dabei zeigte die Defensive zunehmend Lücken, im Angriff stieg die Anzahl der Fehler deutlich. Bis zum Pausenpfiff kam Markneukirchen zum 14:13-Anschluss heran. Klingenthal kam nicht gut in die zweite Hälfte und musste beim 16:17 (36.) sogar die erste Markneukirchener Führung hinnehmen. Nun wachte der HV 90 auf, enteilte mit fünf Toren in Folge auf 24:18 (51.). So setzte sich die bessere der beiden schlechten Mannschaften aufgrund einer deutlichen Leistungssteigerung in der Schlussphase durch. (hvk)

Klingenthal: Hahmann - Lemoine, Hahn (1), Hennig, Schöfberger, Ludwig (8), Reißmann (8), Hammer (2), Pöhland (4/1), Renz, Grohmann (5/1), Unterdörfer, Dressel (1/1), Rammler. Markneukirchen: Kühn - Wunderlich (2), Weller (1/1), Vogt (4), Heberlein (1/1), Uebel (1), Lauterbach (5/2), Jacob (1), Lasch (4), Hüttner (3) Kreisliga Männer: Rodewischer Handballwölfe II - TSV Oelsnitz II 34:29 (19:15): Schlusslicht Oelsnitz, diesmal wieder ohne Unterstützung aus der ersten Mannschaft angetreten, bot beim Tabellenzweiten über weite Strecken eine starke Leistung. Es war überraschend, dass die Gäste in den ersten 20 Minuten das Spiel bestimmten und zumeist mit zwei Toren führten (7:5, 12:10). Gegenüber den Spielen zuvor ging mehr Torgefahr vom TSV aus. Ein gelungenes Comeback feierte nach längerer Pause Steven Steffen, der mit acht Treffern nach Bernd Lehmann (neun) die zweitmeisten TSV-Tore erzielte. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen die Wölfe auf und drehten das Spiel bis zum Pausenpfiff zu ihren Gunsten (19:15). Im zweiten Abschnitt pegelte sich die Führung der Rodewischer auf fünf bis sechs Tore (24:18, 29:24) ein. Im weiteren Verlauf stellte sich auch die Kraftfrage, da die Oelsnitzer kaum Wechselmöglichkeiten hatten. Die couragierte Spielweise gibt der TSV-Reserve allerdings Zuversicht für die verbleibenden sechs Meisterschaftsspiele. (khfr)

Oelsnitz: Tschöpe - Scherbaum (3), Müller (1), Strobel (5), B. Schmidt (3), Steffen (8), Lehmann (9/2), Goldstein


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