Personalsituation entspannt sich

In der Fußball-Regional- liga hat der VfB Auerbach beim BFC Dynamo ein dickes Brett zu bohren. Das Gefühl, mit dem die Gäste anreisen, kennen die Hausherren nur allzu gut.

Auerbach.

Wenn der VfB Auerbach am Sonntag, 13.30 Uhr, zum BFC Dynamo fährt, dann kennen die Vogtländer das Gefühl, das beim Gegner vorherrscht nur zu genau: Die Berliner unterlagen zuletzt mit 0:6 beim FC Energie Cottbus. So wie der VfB eine Woche zuvor mit 1:5 in Meuselwitz. Eine Klatsche im Hinterkopf - und nun ein schweres Spiel vor der Brust. "Natürlich werden die Berliner versuchen, eine Reaktion zu zeigen", sagt VfB-Coach Sven Köhler. Er erwartet daher eine sehr engagierte, zweikampfstarke Berliner Mannschaft. "Darüber sollten wir nicht überrascht sein", warnt er sein Team, "sondern wir sollten uns nicht den Schneid abkaufen lassen und genauso aktiv und zweikampfstark dagegenhalten."

Und der VfB hat auch allen Grund dazu, diese Herangehensweise mit breiter Brust zu pflegen. Das 3:2 gegen den Berliner AK bringt den Vogtländern viel Selbstvertrauen. "Siege sind grundsätzlich immer wichtig", sagt Köhler. "Aber ein Sieg nach einem solchen verlorenen Spiel war nochmals wichtiger - vor allem auch beim Blick auf die Tabelle." Denn in der Regionalliga ist alles eng zusammen. Platz 8 und 15 trennen nur drei Punkte. "Wenn man dann noch in die 3. Liga blickt, muss man sich schon damit befassen, wie viele Teams absteigen können." Schlimmstenfalls vier Absteiger kann es geben - und damit alle Teams ab Platz 15. "Insofern wäre es wichtig, wenn wir nach einem Sieg noch einen zweiten nachlegen, um den Anschluss ans Mittelfeld zu halten", sagt der Coach des Tabellenzwölften.

Hoffnung macht den Auerbachern aber das gute Gefühl der Serie: In den letzten sechs Spielen zeigten die Auerbacher einen spürbaren Aufwärtstrend - trotz des 1:5 in Meuselwitz. Daher scheint das Team auch für das Spiel in Berlin gut gerüstet: "Die Mannschaft hat in dieser Saison schon viel erlebt. Sie wird nicht überrascht sein", sagt Köhler.

Für ihn entspannt sich unterdessen die zuletzt so prekäre Personallage etwas: Mit Niklas Jeck kehrt der gelb-rot-gesperrte Defensivspieler zurück (Köhler: "Er bringt Größe in unser Spiel."). Ob Hendrik Wurr ihm weichen muss, steht noch nicht fest. Sicher ist aber eins: Auf der Torhüterposition bleibt alles beim Alten. Stefan Schmidt steht zwar mittlerweile seit einer Woche wieder im Training, doch einen Torhüter-Tausch plant Köhler nicht. "Ich werde keine weitere Baustelle aufmachen", betont er. "Auch weil ich nichts überstürzen möchte." Schmidt befindet sich bislang nur im Aufbautraining, stellt sich aber als Ersatzkeeper zur Verfügung. "Maximilian Schlosser muss nicht darum fürchten, dass er jetzt beim kleinsten Fehler zur Seite treten muss", sagt Köhler. Schlosser genießt vorerst das Vertrauen seines Trainers.

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