Plauener holt Weltcuppunkte

Mit Platz 13 hat sich Downhillspezialist Max Meinhold in Frankreich auf Anhieb in der internationalen Elite etabliert. Dabei stach er auch den Deutschen Meister aus.

La Bresse/Plauen.

Beim ersten Weltcupstart gleich in die Punkteränge gefahren - der Plauener Max Meinhold vom Gravity Bike Team Schöneck muss sich vermutlich ab und zu zwicken, um sicher zu sein, dass er nicht geträumt hat, was da am Wochenende in La Bresse in Ostfrankreich passiert ist. Den Startplatz dort hatte er erst im Juli mit einem dritten Platz beim Europacup in Tschechien erobert. La Bresse war aber noch einmal ein ganz anderes Kaliber: 61 Junioren mussten sich am Freitag der Qualifikation um die 20 Startplätze für Samstag stellen.

Und die Strecke in den Vogesen hatte es in sich, das zeigte sich schon beim Training am Donnerstag. "Das erste Drittel gespickt mit spektakulären Sprüngen, das zweite auf Grund sehr steiler Passagen voller Wurzeln und Steine technisch hoch anspruchsvoll ins Abschlussdrittel mit einem senkrecht anmutenden Fall, anschließen über eine Felskante auf eine Wiese mit lang gezogenen Kurven ins Ziel. Kurz gesagt die schwierigste Strecke, die seine bisherige Wettkampflaufbahn zu bieten hatte. Ich hätte am liebsten gesagt: War schön hier Max, komm wir fahren wieder heim", schildert Vater Rico Meinhold.

Einsetzender Regen verkomplizierte die Qualifikation noch, einzelne Passagen waren rutschig wie Schmierseife. Zwei der vier deutschen Starter fielen so durchs Sieb, darunter auch die ersten Beiden der Deutschen Meisterschaft Simon Mauer und Hannes Lehmann. Max Meinhold schaffte es auf Platz 20, wobei es ganz knapp zuging.

Dauerregen bei sieben Grad machten das Rennen am Samstag nicht angenehmer. Sturzfrei ins Ziel kommen und nicht Letzter werden, hatte sich der Plauener zum Ziel gesetzt. Da in umgekehrter Reihenfolge gestartet wurde, musste er vorlegen. Und schon beim folgender Fahrer, der langsamer war, wusste er: Ziel erreicht. Am Ende sprangen mit Rang 13 beim ersten Weltcupstart die ersten Weltcuppunkte - sie werden bis Platz 15 vergeben - heraus.

"Wieder einmal hat sich gezeigt, bei widrigsten Bedingungen fährt Max seine besten Ergebnisse ein", stellt Vater Rico stolz fest.

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