Plauener holt zum zweiten Mal Platz 4

In der Deutschen Rallyemeisterschaft beweist Philip Geipel Charakter. Nach zwei herben Rückschlägen ist er zurück auf der Überholspur.

Plauen.

Der Geschwindigkeitsrausch des Motorsports hat auch Schattenseiten, die verdaut werden müssen. Philip Geipel musste als Newcomer in der Rallyeszene jüngst gleich zwei Rückschläge hinnehmen: den tödlichen Rennunfall von Kai Günther bei der Sachsen-Rallye und der eigene Crash mit Totalschaden bei der Rallye Stemweder Berg. Mit der Devise "Vergessen, reinsetzen, weiter!" bewies Geipel nun inNiedersachsen Rallye-Mentalität und Können.

Philip Geipel erkämpft bei seiner zweiten auch beendeten Rallye im Rahmen der Deutschen Rallyemeisterschaft erneut einen vierten Platz. Dieser zählt diesmal besonders, da der Plauener beginnend ein neues Gefährt steuerte - den Skoda Fabia R5 evo.

Los ging es bei der 32. ADAC-Rallye "Rund um die Sulinger Bärenklaue" am Freitagabend. Die vier zu absolvierenden Wertungsprüfungen mussten im Nassen gefahren werden. Geipel platzierte sich nach dem ersten Tag auf Platz 7. Nur 23,4Sekunden fehlten zum Podest. Aber auch bis zu Platz 10 waren es nur 12,8 Sekunden. Für Tag 2 hieß es also, mit voller Konzentration ans Werk zu gehen.

Mit Platz 3 und 4 auf den ersten beiden Wertungen des Samstags schafften Geipel und Co-Pilotin Katrin Becker den Sprung auf Platz 4 des Klassements. Insbesondere im ersten Durchgang durch den IVG-Irrgarten, einen Zick-Zack-Kurs mit teils steilen Anstiegen in der Eickhofer Heide, bewies Geipel sein fahrerisches Feingefühl. Auf diesem Abschnitt erzwang auch der spätere Gesamtsieger Christian Riedemann die Vorentscheidung, machte klar, dass er in Sulingen der Hausherr ist.

Spannend machte es der Plauener nur noch mal mit dem zehnten Platz in der vorletzten Wertungsprüfung. Der 23,8-Sekunden-Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger, den Dänen Kristian Poulsen, schrumpfte auf 13,7 zusammen. Doch Geipel konterte auf der letzten Wertungsprüfung mit Platz 2. Teils auch aufgrund des optimierten 1,6-Liter-Turbomotors konnte der Skoda Topspeed auf die Piste bringen. So setzte sich der 23-jährige Vogtländer mit 15 Sekunden Vorsprung gegen den Routinier Poulsen mit dessen Skoda Fabia R5 im Duell um die vierte Position durch.

Neben diesem vierten Platz kann als Fazit gezogen werden: Geipel fand unheimlich schnell eine optimale Symbiose zwischen eigenem Fahrstil und dem neuen Auto. Zudem kann das Duo Geipel/Becker für sich verbuchen, nach der erfolgreichen Evo-Premiere in der Rallyeweltmeisterschaft Anfang Juni in Portugal nun auch in Niedersachsen überzeugt zu haben.

Hinter Gesamtsieger Riedemann komplettierten Fabian Kreim und Hermann Gassner jr. das Podest. In der Deutschen Meisterschaft führt jedoch weiterhin Kreim (78 Punkte) vor Gassner jr. (56). Gemeinsam auf Platz 3 folgen Dennis Rostek und Riedemann mit je 28 Zählern. Fünfter ist derzeit Philip Geipel (26). Den 6. Platz teilen sich Marijan Griebel und Ron Schumann mit je 22 Punkten. Vor der Erzgebirgs-Rallye am 5.Oktober eine interessante Zählerverteilung, die dann auf spannende Zeitduelle schließen lässt.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...