Plauener Teams lassen Punkte liegen

In der Mitteldeutschen Handball-Oberliga gab es am Wochenende im Vogtland keine Sieger. Führungen kurz vor Schluss reichten am Ende nicht.

Plauen.

Beide Plauener Vereine in der Mitteldeutschen Handball-Oberliga hatten am Wochenende Heimspiele. Trotz später Führungen konnten beide den Sieg nicht über die Zeit bringen.

SV 04 Oberlosa - HSV Bad Blankenburg 23:23 (13:8): Der SV 04 Oberlosa hat sich am Samstagabend 23:23 vom HSV Bad Blankenburg getrennt. Hatten die Schwarz-Gelben in der ersten Hälfte noch klare Vorteile und nahmen eine verdiente 13:8-Führung mit in die Pause, bestimmten die Thüringer im zweiten Abschnitt das Geschehen. Drei verworfene Siebenmeter trugen auch dazu bei, dass sich die Oberlosaer mit einer Punkteteilung begnügen mussten.

Oberlosa erwischte einen starken Start und ging schnell mit 3:0 in Führung. Dieser Vorsprung hatte auch beim 8:5 Bestand. Basis dessen war eine starke Defensivleistung der Rand-Plauener mit einem gut aufgelegten Torwart Carsten Klaus. Es folgte die beste Phase der Hausherren. Mit konsequentem Tempospiel bauten die 04er den Abstand bis auf 13:7 aus und mit einem komfortablen 13:8 ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel traf Bad Blankenburg binnen 50 Sekunden zwei Mal und war beim 13:10 wieder im Spiel. Fortan entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch. Die beiden Referees zogen wechselseitig den Zorn der Verantwortlichen auf sich. Als die 04er binnen 15 Sekunden zwei fragwürdige Zeitstrafen kassierten, kochte die Volksseele über. Der bärenstarke Linus Roth ließ den Vorsprung beim 17:12 wieder auf fünf Tore anwachsen. Doch Oberlosa bekam zunehmend personelle Probleme. Der erkrankte Moritz Rahn saß ohnehin nur für den Notfall auf der Bank, Louis Hertel musste bereits in der Anfangsphase verletzt runter und für Abwehrchef Andreas Weikert war bereits nach 40 Minuten nach der dritten Zeitstrafe Feierabend. Bad Blankenburg kämpfte sich - auch durch starke Paraden von Brandt - wieder auf 18:16 heran. Beim 21:21 etwa fünfeinhalb Minuten vor dem Ende zog SV-Coach Petr Hazl seinen letzten Joker und schickte Sebastian Duschek nach mehr als zwei Jahren Verletzungspause erstmals wieder auf das Parkett. Prompt wuchtete der Hüne die Kugel zum 22:21 in die Maschen, und als wenig später Philipp Trommer-Ernst auf 23:21 erhöhte, war der Sieg greifbar. Jakub Kolomaznik vergab völlig frei die Chance zum vorentscheidenden 24:21 und die Gäste verkürzten auf 23:22. Beim folgenden Strafwurf packte sich Duschek die Kugel, nachdem zuvor bereits Mertig und Multhauf an HSV-Keeper Brandt gescheitert waren. Aber auch Duschek brachte den Ball nicht am Torhüter vorbei und den Thüringern gelang elf Sekunden vor Ultimo der Ausgleich.

Statistik Oberlosa: Klaus, Flämig; Kveton (2 Tore), Wetzel (1), Weikert, Roth (6), Trommer-Ernst (5), Mertig (1/ davon 1 Siebenmeter), Richter (3), Duschek (1), Hertel, Kolomaznik (2), Multhauf (2/1)

HC Einheit Plauen - HSV Apolda 24:24 (13:11): Nach ausgeglichener erster Halbzeit steigerten sich die Plauener vor 320 Besuchern nach Wiederbeginn enorm. Zwölf Minuten vor Schluss waren sie beim 23:18 klar auf der Siegerstraße. Mit einer indiskutablen Leistung in der Schlussphase verschenkten sie gegen ein nie aufgebendes Gästeteam den Sieg. Die Einheit-Trainer sparten nicht mit Kritik. Vasile Sajenev: "Wir haben uns schwer getan und keine gute Leistung gezeigt." Jan Richter: "Wir sind nicht zufrieden, auch unsere Spieler nicht. Viele Fehler, teilweises arrogantes Auftreten und ein couragiertes Gästeteam haben uns zu schaffen gemacht. Das müssen wir aufarbeiten, um bald wieder zu alter Stärke zu finden."

Die Rot-Weißen taten sich anfangs schwer. Burda sorgte mit dem 7:6 in der 17. Minute erstmals für eine Plauener Führung. Danach lag das Heimteam stets vorn und führte mit der Pausensirene 13:10. Rajic brachte das Kunststück fertig, einen noch auszuführenden Freiwurf zum 13:11-Halbzeitstand zu nutzen.

Nach Wiederbeginn agierte Einheit spiel- und kampfstark. Krüger und Zbiral (2) trafen bei einem Gegentor von Heinemann zum 16:12 (34.). Danowski kam immer besser ins Spiel und war dreimal trotz härtester Bedrängnis vom Kreis erfolgreich. Krüger traf zum 22:17 und Zbiral zum 23:18 (48.). Danach hatte nur noch Apolda Freude. Unerklärlich, dass die Fünf-Tore-Führung kurz vor Schluss Einheit lähmte und die Gäste beflügelte. Krüger versagte völlig freistehend vor dem Gästetor. Danach trafen Wenke und Pristas zum 23:20 (50.). Danowski scheiterte mit einem Strafwurf. Rajic traf zum 23:21. Das 24:21 (54.) von Burda war Plauens einziger Lichtblick in dieser Spielphase. Pristas und Wenke sorgten mit dem 24:23 (57.) für weitere Verunsicherung bei Einheit. Krüger scheiterte mit Strafwurf. Ban traf zum 24:24-Ausgleich (59.). Für Plauen hätte es noch schlimmer kommen können, aber die Gäste nutzten die letzte halbe Minute Ballbesitz nicht zum Siegtreffer.

Statistik Plauen: Misar; Corda, Gemeinhardt, Krüger (3), Burda (4), Höpner, Broz (1), Zbiral (5), Danowski (6/1), Pecek (4), Dolak (1)

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