Plauener testet sich auf Schotter

Drei Teams aus dem Vogtland freuten sich über die erste Rallye mit Zuschauern seit langem. Nicht alle kamen jedoch ins Ziel.

Plauen.

Mit einem zweiten Platz bei der Rallye Bad Schmiedeberg hat sich der Plauener Rennfahrer Philip Geipel mit Copilotin Katrin Becker-Brugger aus der Coronapause zurückgemeldet. Die Rallye in Sachsen-Anhalt war die erste in Deutschland, die nach Beginn der Corona-Einschränkungen wieder mit Zuschauer stattfand. Sie war zugleich der erste Lauf zur Schotter-Rallye des Deutschen Motorsportbundes, der in diesem Jahr keine Deutsche Rallyemeisterschaft ausrichtet.

Vor den 82 Teams lagen sechs Wertungsprüfungen mit 62 Kilometern Länge. Wie zu erwarten, sollte es beim Kampf um den Gesamtsieg ein Duell zwischen den beiden Rallye-2-Fahrzeugen von Julius Tannert auf einem Skoda Fabia Rallye 2 EVO und Philip Geipel auf einem Skoda Fabia R5 werden. Der aus Lichtentanne stammende Tannert, der in den vergangenen beiden Jahren bei der Junioren-Weltmeisterschaft viele Schotterkilometer absolvierte, fuhr auf fünf der sechs Wertungsprüfungen Bestzeit und holte sich damit auch den Gesamtsieg.

Für Philip Geipel, der erst in seiner zweiten Rallyesaison unterwegs ist, war Bad Schmiedeberg dagegen ein Herantasten an Schotter. "Ich bin mit dem zweiten Gesamtplatz mehr als zufrieden", meinte er lächelnd am Ende des Tages. Für den Vogtländer war es ein guter Test für seine nächsten Einsätze in der Tschechischen Rallyemeisterschaft.

Dass die Rallye recht anspruchsvoll war, bewies die hohe Ausfallquote von rund 30 Prozent. Zu den ausgefallenen Teams zählte auch die Besatzung Frank Dietzsch/Martin Dietzsch aus Netzschkau auf ihrem Ford Focus ST 179. Besser lief es für den Netzschkauer Jan Horlbeck mit seinem Beifahrer Enrico Lenk aus Auerbach. Sie holten sich den Sieg in der Klasse RC 4.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.