Polin gewinnt Lauf mit Strahlkraft

Der LAV Reichenbach zeigte sich einmal mehr als hervorragender Ausrichter des 24-Stunden-Laufs, der bereits zum 31. Mal über die Bühne ging. Die Gesamtsiegerin nahm über 215 Kilometer unter die Füße.

Reichenbach.

Der 31. Reichenbacher 24-Stunden-Lauf hat den 76 Einzelstartern und 13 Staffeln aus fünf Ländern, die sich der Herausforderung gestellt haben, alles abverlangt. Vom Wetter her erlebten die Aktiven nahezu alles: Hitze, Sonne, Regen, Wind und eine merkliche Abkühlung in der Nacht.

Reiner Milek, Vorsitzender des Leichtathletik-Kreisverbandes Vogtland war zufrieden: "Der 24-Stunden-Lauf ist eine Veranstaltung, die weit über die Grenzen des Vogtlandes hinaus strahlt. Es ist immer ein riesiger Aufwand. Das funktioniert nur mit vielen Helfern und das hat der LAV Reichenbach gut im Griff."

Cheforganisator Stephan Werner vom LAV Reichenbach zog ein positives Resümee: "Es hat gute Leistungen gegeben und auch von der Organisation her hat alles funktioniert." Die Gesamtsiegerin Aleksandra Niwinska vom LKS Olymp Blonie, die zur polnischen Nationalmannschaft gehört, schaffte 215,807 Kilometer und übertrumpfte damit selbst den besten Läufer, ihren Landsmann Michal Bartnik vom Basset Rolling Team, der am Ende 199,352 Kilometer auf der Uhr stehen hatte. Die Polin lief damit nahe an den bestehenden Rekord heran, der bei 228,491 Kilometern liegt.

Mandy Geske vom Vogtländischen Laufverein ist mit 171,689 Kilometern in der Gesamtwertung der Frauen auf Platz 3 gelaufen und gewann die Altersklasse W 50. Allein ist Geske jetzt zum dritten Mal gelaufen: "Diesmal war es von den Witterungsbedingungen her extrem. Aber sonst war es wieder ein schöner Lauf."

Kathrin Kohlmüller, die für den VfB Lengenfeld startete, hat in der Altersklasse W 55 mit 150,069 Kilometern Platz 2 belegt. Die 55-jährige Ellefelderin gestand: "Es war für mich der erste 24-Stunden-Lauf. Ich war eigentlich gut drauf. Zu Beginn bin ich den Marathon durchgelaufen. Danach habe ich mir schon Pausen gegönnt. Dann habe ich Schmerzen im Knie bekommen, die eigentlich nur durch Bewegung erträglich waren. Wahrscheinlich resultiert das Ergebnis auch daraus immer weiter laufen zu müssen."

Bei den Männern hat Lokalmatador Jens Walter vom LAV Reichenbach in der Altersklasse M 45 mit 168,086 Kilometern den dritten Platz belegt. Der Reichenbacher meint: "Es war ein Lauf mit Höhen und Tiefen. Nachdem ich die Marathon-Strecke hinter mir hatte, war ich total kaputt und müde. Das hat sich bis in die Nacht hinein gezogen. Am frühen Morgen ging es wieder ganz gut. Wenn man weiß, dass das Rennen bald zu Ende ist, wird man schneller."

Bei den Mannschaften konnte sich das Triathlon Team Vogtland mit Stefan Henneberg, Stephan Mende, Sven Thiele und Angela Müller in der Mixed-Wertung mit 311,972 Kilometern auf Platz 2 schieben. "Ein 24-Stunden-Rennen habe ich schon erlebt, allerdings im Radsport. Das Laufen ist anders und schon ganz schön hart. Doch in Summe lief es echt super", so Stephan Mende.

Annett Große vom VfB Lengenfeld ist im Mixed-Team "Die Fantastischen Vier" angetreten. Zusammen mit Dirk Lupke, Holger Petzold und Steffen Schmidt hat sie sich in der Endabrechnung mit 278,395 Kilometern Platz 3 erlaufen. "Das Ziel war es, durchzuhalten und das haben wir geschafft. Es ist schon etwas Besonderes, einen 24-Stunden-Lauf in der Staffel zu absolvieren. Es war schön, aber auch sehr anstrengend", sagt Große.

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