Radsportler darf wieder Kilometer schrubben

Kevin Büschel aus Plauen fuhr bei Rennen am Rabenberg im Vorderfeld mit. Zu dem Sport hat ihn sein Vater gebracht.

Plauen.

Kevin Büschel vom Team Vogtlandbike ist beim Mountainbike-Wochenende auf dem Rabenberg in Breitenbrunn angetreten. Der 24-jährige Elektroniker aus Plauen war froh, nach langer Wettkampfpause zwei Wettbewerbe in Angriff nehmen zu können: am Freitagabend den Dunkelwald Climb, ein Einzelbergzeitfahren über 4,5Kilometer und 300 Höhenmeter und am Samstag den Marathon. Beim Zeitfahren wurde er unter insgesamt 16 Fahrern in 15:25,37 Minuten Sechster - mit 2:22,59 Minuten Rückstand auf den Sieger Tobias Eise vom Team TGV Schotten.

Der Marathon führte die 68 Teilnehmer über 55 Kilometer und 1500 Höhenmeter auf Trails rund um den Rabenberg über Straßen, Schotter-, Wald- und Wiesenwege. In der Kategorie Männer fuhr Kevin Büschel mit einer Zeit von 2:37:12,21 Stunden auf Platz 7. In der Gesamtwertung bedeutete das Platz 18. Sieger war erneut Tobias Eise.

"Sich jede Woche fünf- bis sechsmal zu motivieren und Kilometer zu schrubben, wenn keine Wettkämpfe laufen, ist schwer. Aber man setzt sich dennoch ein Wochenziel, das man erreichen will. Es gibt ja genügend Möglichkeiten in der Umgebung, Rad zu fahren." Ein Beispiel sei der Stoneman Miriquidi. "Den könnte man ja rein theoretisch jedes Wochenende fahren", meint Büschel.

Zu dessen Erfolgen zählen Altersklassensiege beim Drei-Talsperren-Marathon in Eibenstock in den vergangenen zwei Jahren. "Der Heavy 24, ein 24-Stunden-Mountainbike-Rennen in Chemnitz, war voriges Jahr definitiv das Härteste, das ich durchgezogen habe." Voriges Wochenende wollte Kevin Büschel eigentlich bei einem großen Rennen in Südtirol starten, doch das ist abgesagt worden. Da kam der Rabenberg genau richtig. "Beim Mountainbike-Sachsencup versuche ich, so viele Rennen wie möglich zu bestreiten", so Büschel. Die Ergebnisse vom Rabenberg fließen in die Cupwertung ein.

Seit sechs Jahren ist der Vogtländer auf dem Rad unterwegs, inspiriert von seinem Vater, der seit Jahren Rad fährt. In Plauen hat sich eine Freizeit-Radgruppe gebildet, der Kevin Büschel angehört. Die 15 Leute fahren gemeinsam Touren bis hin zur Alpenüberquerung.

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