RB Leipzig mindestens eine Nummer zu groß

Die SG Jößnitz ist aus dem Fußball-Sachsenpokalwettbewerb der Frauen ausgeschieden. Trotz der 0:11-Klatsche war das Spiel ein kleines Fest für die Vogtländerinnen.

Nina-Reneé Kirchner (links) wird sich zusammen mit ihren Teamkameradinnen noch lange an das Pokalspiel gegen RB Leipzig erinnern.

Von Falko Greim

Für die SG Jößnitz kam es am Sonntag zum Highlight schlechthin. Einmal gegen einen namhaften Gegner auflaufen zu können, ist der Traum eines jeden Fußballers. Der sollte sich für die Jößnitzerinnen im Achtelfinalspiel um den Sachsenpokal mit der Regionalligavertretung von Rasenballsport Leipzig erfüllen. Entsprechend nervös startete die Elf von Trainer Peer Gall in die Partie, die am Ende mit 0:11 verloren ging. Zwar wollten die Gastgeberinnen in den ersten fünf Minuten das Spiel an sich reißen, doch mehr als zwei Standards sprangen nicht heraus. Wach gerüttelt von diesen beiden Möglichkeiten, bestimmten von da an die Leipzigerinnen das Geschehen. Und bei den Jößnitzerinnen schwand das Selbstvertrauen.

Zu groß schien der Respekt vor dem Gegner. Fast ängstlich agierten die SG-Kickerinnen im Zweikampfverhalten. Es schlichen sich mehr und mehr Fehler in der Ballannahme und beim Passspiel ein. Leipzig erhöhte den Druck und ging nach sieben Minuten durch ein Tor von Teubner 1:0 in Führung. RB konnte nun nach Belieben spielen. Meist über drei, vier Stationen gestaltete der Regionalligist das Spiel schnell und baute seine Führung durch Treffer von Hermann (15.), Schreiber (18., 29.), Peters (21.) sowie Grenz (37., 39.) bis zur Pause auf 7:0 aus.

Doch die Heimelf gab sich nicht auf. 251 Zuschauer sahen nach der Pause eine Jößnitzer Elf, die energischer in die Zweikämpfe ging, allerdings ohne die Leipzigerinnen ernsthaft zu gefährden. Mit schnellen Kombinationen brachte RB die Abwehr des Gastgebers immer wieder ins Wanken und drang gefährlich in den Strafraum ein. Einen Torschuss konnte Christin Richter nur noch mit der Hand abwehren. Den fälligen Elfmeter verwandelte Hermann in der 54.Minute sicher zum 8:0. Jößnitz, trotz des hohen Rückstandes immer bestrebt, das Spiel des Favoriten zu stören, zeigte Kampfgeist und wollte durch lange Bälle unbedingt den Ehrentreffer erzielen, der aber verwehrt blieb. Schreiber (62.) und Frank (78.) setzen mit den Treffer 9 und 11 den Schlusspunkt für die Roten Bullen. Christin Richter (72.) leistete mit einem Eigentor noch zusätzliche Schützhilfe.

Trainer Gall zog trotz der hohen Niederlage viel Positives aus der Partie. "Natürlich ist es schade, dass wir ausgeschieden sind. Aber wir lassen den Kopf jetzt nicht hängen und bauen auf das in Halbzeit 2 Gezeigte auf", sagte er nach dem Spiel. Seiner Mannschaft wird das Spiel, das zu einem kleinen Fest wurde, noch lange in Erinnerung bleiben.

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