Rebels greifen nach Staffelsieg

Der vogtländische American-Football-Verein fiebert dem Gipfeltreffen in der Landesliga Ost entgegen. Mit den Dresden Monarchs kommt am Sonntag ein starker Gegner. Doch Bangemachen gilt nicht.

Treuen.

Die Vogtland Rebels stehen vor dem sportlich bedeutendsten Spiel der Vereinsgeschichte: Am Sonntag, 15 Uhr erwartet die Mannschaft die Bundesliga-Reserve der Dresden Monarchs zum Spitzenspiel der Landesliga Ost im Treuener Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion. Die Konstellation, dass dabei der unbesiegte Tabellenführer auf das nur zwei Punkte schlechtere Team mit den mit Abstand meisten Touchdowns trifft, macht aus dem vorletzten Heimauftritt der Saison ein echtes Endspiel. Denn dem Sieger von Treuen ist der erste Platz in der Endabrechnung praktisch nicht mehr zu nehmen.

"Das wird eine Sache des Willens", sagt Rebels-Vereinschef und -Trainer Lucas Kölbel, der sich noch gern an den 15:13-Hinspielerfolg im Mai erinnert. "Das war lange Zeit ein enges Spiel mit einem echten Wimpernschlagfinale, in dem unsere Defense zum Schluss mustergültig standhalten konnte." Zugleich hofft er, dass der umkämpfte 10:3-Erfolg der Vogtländer in der Vorwoche bei den Saalfeld Titans ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit war. Die Freude über den sechsten Sieg im sechsten Spiel fiel jedenfalls verhalten aus. "Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgenommen haben", begründet Lucas Kölbel.

Bei der Bundesliga-Reserve der Dresden Monarchs dagegen lief es in den vergangenen Spielen offenbar wie am Schnürchen. Gegen Saalfeld zum Beispiel gelang jüngst ein 53:0-Kantersieg. "Da spielen alles Jungs, die gern in die erste Mannschaft aufrücken wollen. Sie haben mehr Leute im Training und können besser trainieren als wir. Daher haben wir großen, großen Respekt vor Dresden", sagt Lucas Kölbel. Doch Bangemachen gilt nicht, erst recht mit den eigenen Fans im Rücken. "Wir haben das lauteste Stadion der Liga."

In der Vorbereitung auf das Spitzenspiel haben Cheftrainer Thomas Schulze und Lucas Kölbel die Dresdener Spielzüge in der Videoanalyse auseinandergepflückt. Nach dem Training am Mittwochabend ließen sich beide aber nur ungern in die Karten schauen. "Die Dresdner sind für ihr starkes Passspiel in der Liga bekannt. Aber wir haben auch vermeintliche Schwächen in der Defense ausgemacht und Ansatzpunkte gefunden, wie wir das nutzen können", so der Rebels-Chef, der bis auf zwei Stammkräfte alle Spieler für Sonntag zur Verfügung hat.

Ob der Staffelsieger automatisch in die Verbandsliga aufsteigt, steht aufgrund von Umstrukturierungen im Verband offenbar noch nicht definitiv fest. Bereits vor der jetzigen Saison hatte es eine Neueinteilung der Spielklassen gegeben. Die Rebels trafen so auf eine ganze Reihe neuer Gegner. Das machte die Landesliga in diesem Jahr so spannend. "Zu Saisonbeginn wusste keiner so richtig, wo er steht. Ich bin davon ausgegangen, dass wir vorne mitspielen können. Aber mit sechs Siegen in Folge habe ich nicht gerechnet", erklärt Lucas Kölbel.

Service Einlass zum Spiel ist am Sonntag, 13 Uhr. Der Eintritt (bis 14 Jahre frei) kostet 6 Euro für Vollzahler und 4 Euro für Schüler, Studenten, Azubis usw. (jeweils mit einem Freigetränk). Rahmenprogramm: Fan-Shop, Cheerleader, Moderation, Kaffee und Kuchen, Gegrilltes, Bierwagen, Hüpfburg.

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