Rebels langen zum Saisonstart hin

Die American Footballer haben das erste Punktspiel im dritten Landesliga-Jahr 35:8 gewonnen. Das war aus mehreren Gründen so nicht zu erwarten.

Treuen.

Erst gab es Sonnenschein pur und mit Spielabpfiff eine erfrischende Dusche von oben: Beides hatten sich die American Footballer der Vogtland Rebels gestern vor heimischer Kulisse im Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion in Treuen verdient. Denn zur Freude der offiziell 1050 Zuschauer ist es gelungen, im Auftaktspiel gegen Staffel-Neuling Wittenberg Saints einen überzeugenden 35:8-Sieg einzufahren.

Vereinschef und Offense-Koordinator Lucas Kölbel war zufrieden: "Wir haben das umgesetzt und gezeigt, was wir lang trainiert haben und was wir wollten." Alle Neuzugänge, in Summe zwölf Sportler, sind zum Einsatz gekommen. "Für einige war es das erste Spiel. Es standen sechs Leute, die zuvor noch nie Football gespielt haben, in der Startformation", erzählt Kölbel.

Nach diesem Spiel wissen die Rebels jetzt zumindest, wie sie gegen Wittenberg stehen. Doch die restlichen Gegner müsse man aus jetziger Sicht noch als Unbekannte ansehen. Trotz einiger Abgänge unter anderem auch von Leistungsträger Erik Brehmer, der jetzt Bundesliga bei den Dresden Monarchs spielt, haben sich die Vogtländer gut verkauft. "Besonders unsere Runningbacks wussten, dass sie Verantwortung bekommen, und sie haben die Lücke gut gefüllt", freut sich Kölbel: "Sie konzentrieren sich auf das, was sie gut können." Enorm wichtig fürs Mentale sei das erste Viertel gewesen. "Wenn die Jungs merken, es funktioniert, was man spielt, gibt das enorm viel Motivation."

Zum Ende der ersten Halbzeit wurde einiges probiert und kamen auch Spieler zum Einsatz, die erst kurze Zeit zum Team gehören. Zudem kamen noch einige Nachlässigkeiten. Selbst erfahrene Spieler haben sich einfache Fehler erlaubt. "Die Blocks haben nicht richtig gesessen, und wir haben einfach zu viele Strafen produziert", ärgerte sich der Offense-Koordinator ein wenig. Dem Gegner hat man so Raum gegeben und die Möglichkeit zu punkten, was Wittenberg für sich genutzt hat. So gingen die Rebels mit 28:6 in die Halbzeitpause.

In den folgenden beiden Vierteln haben die Vogtländer alles in die Waagschale geworfen. Zum Schluss hin gab es wieder einige Konzentrationslücken. Und wie Lucas Kölbel erklärt, habe man auch jungen Leuten Spielzeit gegeben, die noch nicht ganz so viel Erfahrung sammeln konnten. Wittenberg ist wie die Rebels ein noch junges Team, das sich erst vor zwei Jahren gegründet hat. Kölbel: "Die Saints haben eine gute Offense, und das haben sie gezeigt. Da war es für unsere Defense mitunter schwer, ein Mittel dagegen zu finden." Doch es hat geklappt.

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