Rebels sind trotz Niederlage stolz

Das American-Football-Team aus dem Vogtland hat mit dem 19:41 gegen Dresden den Staffelsieg in der Landesliga verpasst. Doch das ist nur ein kleiner Schönheitsfehler einer nahezu perfekten Saison.

Treuen.

Das Spitzenspiel der Landesliga zwischen den Vogtland Rebels und den Dresden Monarchs II hielt, was es versprach. Der Spitzenreiter aus Treuen und sein Verfolger lieferten sich bei nebligem und nasskaltem Wetter ein hart umkämpftes Match. Trotz der widrigen Wetterbedingungen fanden mehr als 550 Zuschauer den Weg ins Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion und sorgten für sehr gute Stimmung. Die Rebels wurden lautstark von ihren Anhängern unterstützt und trotz der Niederlage am Ende auch abgeklatscht.

Nach dem 15:13-Erfolg im Hinspiel hatten sich die Rebels die Taktik zurecht gelegt, den Gast zunächst einmal kommen zu lassen, um anschließend den Ball schnell zurückzugewinnen. So begann die Partie auf Anhieb mit einem Fumble auf Dresdner Seite, also einem Ballverlust des Quarterbacks (Werfer). Die Trommeln auf den Rängen peitschten die Treuener nach vorne. Dennoch waren es die Gäste, die den ersten Touchdown erzielen konnten. Dazu kam, dass sich ein Spieler der Rebels kurz danach unglücklich verletzte und per Notarzt abtransportiert werden musste.

Die Gastgeber ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und antworteten selbst mit einem Touchdown. Quarterback Christian Herwig fand mit seinem Pass Widereceiver (Empfänger eines Passes) Julian Zimbal-Lebherz. Dieser brachte das Ei mit einem Lauf über 60 Yards in die Endzone der Dresdner. Mit dem Extra Point stand es 7:7. Dann ging es in Treuen Schlag auf Schlag. Kurz vor Ende des ersten Viertels zogen die Gäste auf 7:14 davon. Und mit Beginn des zweiten Viertels verkürzten die Rebels durch einen Touchdown ihres Runningbacks Daniel Schmidt auf 13:14.

Im weiteren Spielverlauf zeigte sich jedoch, dass die Gäste nicht umsonst in der Bundesliga-Reserve der Monarchs spielen. So lagen die Vogtländer nach dem dritten Viertel bereits 13:41 zurück. Julian Zimbal-Lebherz konnte im letzten Abschnitt der Partie seinen zweiten Touchdown erzielen und sein Team damit auf 19:41 heranbringen. Es hätte sogar 21:41 stehen können, aber die Two-Point-Convertion (Versuch, zwei Extra Punkte zu erzielen) blieb erfolglos.

Von hängenden Köpfen war nach dem Spiel bei den Rebels jedoch nichts zu sehen. Auch wenn der Staffelsieg nun wohl nach Dresden geht, fand Pressesprecher Michael Rätzsch am Ende lobende Worte für die Vogtländer: "Es war eine Leistung, auf die wir stolz sein können. Das Ergebnis ist achtbar und es war harte Arbeit von allen Spielern." Auch die Gäste aus der Elbestadt, bekamen anerkennende Worte. "Dresden war einfach den Tick besser. Sie waren wacher, schneller und aufmerksamer. Das sind Spieler, die den Anspruch haben, in der ersten Mannschaft zu spielen." Über die fast beendete Saison sagte Rätzsch: "Es war eine super Leistung. Wir sind sehr zufrieden. Es ist unser drittes Jahr und es gibt immer neue Gegner in der Liga. Dresden ist dabei schon eine Hausnummer."

Das letzte Saisonspiel steht am 23. September in Treuen gegen die Saalfeld Titans an. Über Ziele für die neue Saison verriet Rätzsch nur soviel: "Natürlich wollen wir wieder oben mitspielen. Aber das wichtigste ist, dass wir den Fans immer ein gutes Spiel bieten wollen. Denn die können teilweise mit Fans aus der Bundesliga mithalten." Der Sonntag war der beste Beweis dafür.

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