Reichenbach weiß wie es geht

Am zweiten Spieltag der Fußball-Landesklasse ist der RFC morgen bei Fortschritt Lichtenstein zu Gast. Dahinter verbirgt sich ein Duell mit einer besonderen Vorgeschichte.

Reichenbach.

Mach es noch einmal RFC! Ein schnelles Wiedersehen gibt es für die Reichenbacher Fußballer am Sonntag auswärts mit dem SSV Fortschritt Lichtenstein. Vor 14 Tagen trafen beide Landesklasse-Vereine am Wasserturm in der ersten Runde des Sachsenpokals aufeinander - und fuhren Achterbahn. Nach Führung und Rückstand sorgte Kapitän Maik Strobel in der 90. Minute für den "Lucky Punch" zum 3:2 und damit für das Weiterkommen der Vogtländer.

Großartige Pokalambitionen hat das Team von Steve Gorschinek aber nicht. Vielmehr geht es beim erneuten Aufeinandertreffen darum, in der Meisterschaft einen klassischen Fehlstart zu verhindern. Beide stehen schon etwas unter Zugzwang, nachdem sie in der Vorwoche zum Start leer ausgingen. "Wir hatten uns mehr erhofft", kommentierte der RFC-Trainer die 1:2-Heimpleite gegen Marienberg. Was ihn ärgerte, war die Tatsache, "dass wir wie schon im Pokal ganz billige Gegentreffer kassierten."

In der Tat leisteten sich seine Jungs in der eigenen Hälfte einfach zu viele Fehlpässe. "Klar wollen wir die Kugel nicht einfach bloß nach vorn schlagen, aber mit unnötigen Querpässen bringen wir zu oft noch den Gegner ins Spiel. Das müssen wir unbedingt abstellen und schnörkelloser agieren", sagt Gorschinek. Aber auch vorn drückt der Schuh. Die Chancen, die sich gegen Marienberg boten, konnte man an einer Hand abzählen. Obwohl angesichts der vielen jungen Spieler eine gewisse Geduld gefragt ist, weiß der Trainer, dass letztlich nur die Punkte zählen: "In Lichtenstein müssen wir etwas Zählbares mit nehmen."

Aber das ist leichter gesagt als getan: Schließlich gehörte Fortschritt im vergangenen Spieljahr zu den heimstärksten Vereinen. Im Frühjahr ging der SSV nur gegen Ifa Chemnitz (1:2) leer aus und ließ dann bis zum Ende vier Siege und zwei Unentschieden folgen. In der Vorwoche lobte Trainer Mirko Ullmann trotz der 0:2-Niederlage beim Staffelfavoriten Fortuna Chemnitz die Einstellung seiner Elf, die mehrmals dem Ausgleich nahe war. Erst in der Schlussphase band Chemnitz den Sack zu.

RFC-Trainer Steve Gorschinek ist allerdings so und so gewarnt: "Dass es nicht einfach wird, hat schon das Pokalspiel gezeigt. Da verpasste Fortschritt die Vorentscheidung, ehe wir in der Schlussphase Oberwasser bekamen und die Sache noch drehen konnten. Wichtig wird es diesmal sein, dass die Null so lange wie möglich steht. Nach hinten hinaus haben wir genug Kondition. Gut möglich, dass die Entscheidung wieder spät fällt. Ich hoffe auch diesmal zu unseren Gunsten."

Immerhin bleibt die noch nicht aussagekräftige Tabelle den Betrachter 14 Tage erhalten. Denn in einer Woche geht es für den RFC erstmal weiter auf der zweiten Hochzeit, wenn das Pokalspiel beim SV Naunhof ansteht. Für Lichtenstein steht nur hinter den Einsätzen von Rehwald und Demmler ein Fragezeichen. Beide plagten sich mit Leistenproblemen herum.

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