Reichenbacher erobern Tabellenplatz 2 zurück

Die Volleyballer des VSV Eintracht legten mit zwei 3:0-Siegen einen perfekten Heimspieltag hin. Doch ihr Restprogramm in der Sachsenklasse West hat es in sich.

Reichenbach.

Zwei kritische Sätze mussten die Volleyballer des VSV Eintracht Reichenbach bei ihrem Heimspieltag am Samstag in der Sporthalle Cunsdorfer Straße überstehen, ehe zwei 3:0-Siege eingetütet waren: im ersten Satz gegen die Regionalliga-Reserve des VSV Oelsnitz und im letzten Satz gegen die LE Volleys IV aus Leipzig wackelten die Reichenbacher etwas, fielen aber nicht. Mit diesem Doppelsieg kehrte Reichenbach am VSV Oelsnitz II und dem 1. VV Freiberg vorbei auf den zweiten Tabellenplatz zurück. Mit den Freibergern ist die Eintracht jetzt punktgleich, der Vorsprung auf die Oelsnitzer beträgt zwei Zähler. Tabellenführer ist der GSVE Delitzsch III, dessen Vorsprung bei zwei weniger ausgetragenen Spielen bei zwei Punkten liegt.

Dennoch redet Eintracht-Trainer Mario Walden vordergründig vom Klassenerhalt. Er hat dabei das Restprogramm mit den Spielen beim Tabellensechsten SSV St. Egidien (7. März), beim 1. VV Freiberg (21. März) und zu Hause gegen den Fünften SV Reudnitz II und den Siebenten SV Chemnitz-Harthau II (4. April) im Auge. "Auswärts waren wir zuletzt ja nicht so erfolgreich, und auch das Heimspiel gegen Freiberg haben wir gerade so 3:2 gewonnen", warnt der Trainer.

Natürlich ist Mario Walden bei allem Wenn und Aber stolz darauf, was seine Truppe im ersten Sachsenklasse-Jahr erreicht hat. Das umso mehr, da sie zuletzt den Ausfall von Kapitän Christian Schneider sowie von Niklas Pürzel und Toni Ruppert kompensieren musste. "Wir haben dafür mit Anthony Brauner, Luca-René Dosche und Hannes Kripp drei 16-Jährige ins Team geholt, die sich richtig reinknien. Vorige Woche konnte ich erstmals mit zwölf Mann trainieren, das tut unserem Spiel natürlich gut." Möglichst viele Optionen zu haben, ist das eine. Sie auch zu nutzen, das andere. Am Samstag verzichtete Mario Walden auf Rotation, spielte bis auf einen kurzen Wechsel mit seiner Stammsieben durch.

"Da habe ich mich ganz an das alte Motto gehalten: Never change a winning team (Ändere niemals eine Siegermannschaft - die Red.). Läuft es mal nicht so gut, probiere ich aber auch gerne alles mögliche aus, um das Ruder herumzureißen", erklärt der Trainer. Was ihm wichtig ist: Auch die Spieler auf der Bank haben ihren Anteil am Mannschaftserfolg. "Sie haben die Männer auf dem Feld nach Kräften unterstützt und sich als eine Einheit präsentiert. Unser verletzter Kapitän setzte sich zum Beispiel als Co-Trainer auf die Bank."

Im besagten ersten Satz gegen Oelsnitz hatten die Reichenbacher in der einen oder anderen Aktion auch das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite, räumt Mario Walden ein. Das verlieh Sicherheit für den Rest des Spieltages. Im dritten Satz gegen die Leipziger machten sich dann die schwindenden Kräfte bemerkbar. Auch da wieder Glück: Diskussionen um eine vermutlich falsche Aufstellung bei den LE Volleys brachten die Leipziger etwas aus dem Tritt. Das VSV-Team lief zwar bis zum 18:20 einem Rückstand hinterher, drehte danach aber noch rechtzeitig auf.


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