Rempesgrün und Pfaffengrün feiern

In der 1. Fußball-Kreisklasse ist am Wochenende die Saison zu Ende gegangen. In der Kreisliga bleibt es zumindest in Staffel 1 noch spannend. Das sorgte für einen Rekordbesuch in Wildenau.

Plauen.

Einen solchen Andrang haben sie in Wildenau schon lange nicht erlebt. Die landesligataugliche Kulisse von 260 Fans wollte das Gipfeltreffen der Staffel 1 der Fußball-Kreisliga zwischen dem gastgebenden Tabellenführer und dem mit drei Punkten Abstand folgenden VfB Schöneck sehen. Die Aufstiegs- und Meisterentscheidung wurde aber vertagt, weil sich beide mit dem 3:3 die Punkte teilten. Das Remis hat für die Gastgeber aber auf alle Fälle mehr Wert, weil sie ihren Vorsprung vor den restlichen zwei Spielen wahren konnten. Wildenau blieb zum 22. Mal, der VfB zum zwölften Mal ungeschlagen.

Am Tabellenende der Staffel herrscht dagegen jetzt Klarheit. Die TSG Brunn steigt trotz eines 1:1 in Rebesgrün in die 1. Kreisklasse ab. Dort kickte sie zuletzt in der Saison 1997/98. Mit kleinen Schritten - zuletzt vier Unentschieden aus sechs Spielen - war die verkorkste Herbstserie nicht mehr auszubügeln. Turbine Bergen machte mit dem 4:2 über den 1. FC Rodewisch II den Klassenerhalt klar. Erstmals im Spieljahr schoss die schwächste Angriffsreihe vier Tore. Ellefeld, das zuletzt siebenmal sieglos geblieben war, überrannte in Beerheide den gastgebenden VfB Auerbach III regelrecht, gewann 10:1. Ein später Elfmeter verhalf den Klingenthalern in Trieb zu einem Zähler. Zum fünften Mal ohne Niederlage blieb Tirpersdorf beim 0:0 in Netzschkau.

Der VfB Plauen Nord als bereits feststehender Meister der Kreisliga-Staffel 2 hat auch den Tabellenvierten bezwungen. Auf heimischen Platz gewann er das Stadtderby gegen ersatzgeschwächte Rancher 2:1. Der Kampf um den Relegationsplatz bleibt spannend. Die beiden Anwärter auf den zweiten Rang gaben sich am drittletzten Spieltag keine Blöße. Leubnitz hat nach dem 4:1-Sieg in Straßberg weiterhin einen Punkt Vorsprung auf den ESV Lok Plauen, der in Ruppertsgrün 3:1 siegreich blieb.

Brisant ist auch der Kampf um den Klassenerhalt. Ruppertsgrün (19 Punkte) und der VfB Pausa (20), der in Bad Brambach 1:2 verlor, sind noch gefährdet. Dagegen hat sich Lauterbach einen Funken Hoffnung erhalten. Gegen Erlbach II lagen die Randoelsnitzer zurück, glichen noch vor der Pause aus, um am Ende 4:1 zu gewinnen. Damit haben die Lauterbacher nur noch zwei Punkte Rückstand auf Ruppertsgrün und gleichzeitig Post Plauen (16 Punkte) ans Tabellenende geschossen. Die Plauener verloren ihr Heimspiel 2:4 gegen die Spielgemeinschaft Wernitzgrün/Markneukirchen.

Aus der fußballerischen Versenkung hat sich der FSV Rempesgrün zurückgemeldet. Im kommenden Jahr spielt er wieder in der Kreisliga. Sein zehnter Sieg in Folge - das 3:1 gegen den VFC Reichenbach - war sein Meisterstück in der Staffel 1 der 1.Kreisklasse. Der VSC Mylau-Reichenbach als ärgster Rempesgrüner Rivale ging mit dem 9:0 gegen Limbach noch einmal auf Torejagd, bleibt aber erst einmal in der Warteschleife. Nur wenn es höchstens einen Absteiger aus der Landesklasse gibt, darf der Staffelzweite direkt aufsteigen. Die mögliche Aufstiegsrelegation der beiden Staffeldritten, entfällt definitiv. Die Spielgemeinschaft Reuth/Reichenbacher FC hat sich zwar Bronze gesichert, dürfte jedoch wegen des Abstieges der zweiten Reichenbacher Mannschaft aus der Vogtlandklasse in die Kreisliga nicht aufsteigen. Vorjahresstaffelsieger Weißensand kam diesmal über Rang 4 nicht hinaus. Ein einziger Treffer fehlte dem Vorjahrestorschützenkönig Andy Behlau zum erneuten Gewinn der Torkanone. Mit 39 Treffern traf Martin Orsel (VSC Reichenbach) am häufigsten.

In der Staffel 2 der 1. Kreisklasse gewann die SG Pfaffengrün 2:0 beim lange die Tabelle anführenden SpuBC Plauen und überflügelte die Plauener noch am letzten Spieltag. Großfriesen reichte das 8:0 bei Ruppertsgrün II nicht mehr, um noch den zweiten Platz zu erobern. Punktgleich mit dem SpuBC Plauen, aber mit dem schlechteren Torverhältnis, muss Großfriesen darauf hoffen, dass es keinen Absteiger aus der Landesklasse gibt. In diesem Fall würde man den ersten Beiden in die Kreisliga folgen. Torschützenkönig wurde Ron Setzer vom SpuBC Plauen mit 36 Treffern.

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