RFC auf dem Weg zur Besserung

In der Fußball-Vogtlandklasse hat Reichenbach mit einem 0:0 gegen Rapid Chemnitz nach dem Wechsel auf der Trainerposition für einen Achtungserfolg gesorgt. Die Vogtländer waren dem Sieg sogar näher.

Reichenbach.

Das war der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung. Unter neuem Trainer Carlo Kästner trotzte der Reichenbacher FC als Drittletzter dem Dritten BSC Rapid Chemnitz ein 0:0 ab. Es war das erste Mal in dieser Saison, dass die Chemnitzer auswärts Punkte liegen ließen. Ermauert hat sich der RFC diese Nullnummer aufgrund der Ausgangslage auf dem Papier aber keineswegs. Im Gegenteil: Mit der besten Saisonleistung war Reichenbach während der 90 Minuten dem goldenen Tor näher als der BSC. "Die Jungs haben nie die Grundordnung verloren und immer wieder Nadelstiche gesetzt. Wir haben gut gegen den Ball gearbeitet. Allein im gegnerischen Strafraum fehlte uns die Kaltschnäuzigkeit. Der Wille, es besser als zuletzt zu machen, war unverkennbar. Auf diese Leistung lässt sich für die weiteren schweren Aufgaben aufbauen", freute sich Kästner nach dem Abpfiff. Der musste mit Strobel (Urlaub), Papkalla (fünfte Gelbe) und Schmelzer (verletzt) gleich auf drei Stammspieler verzichten. Wie seine Truppe von Anfang an zu Werke ging, gefiel. Hinten wurden die Räume geschickt eng gemacht und die Chemnitzer bei Ballbesitz energisch attackiert. Selbst trieb man die Kugel schnell über beide Außenbahnen nach vorn, gewann die Mehrzahl der zweiten Bälle, war körperlich präsent und leistete sich deutlich weniger Fehlpässe als in den vergangenen Partien. Immer wieder rissen die Reichenbacher Löcher in die BSC-Abwehr, wo vor allem Süß die gegnerische Defensive mehrmals in Verlegenheit brachte. Gleich dreimal entschärfte der Rapid-Torwart in den ersten 25 Minuten seine Versuche (9., 15., 24.). Einmal (7.) zischte das Leder nur um Zentimeter am langen Pfosten vorbei. Da war durchaus die Führung drin.

Auf der anderen Seite konnte sich Rapid nur wenig in Szene setzen. Und wenn, dann nur mit Versuchen aus der zweiten Reihe. Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit waren zunächst die Gäste am Zuge. Als Röthling sich den Ball an der Strafraumgrenze von einem Reichenbacher klaute, sein Schuss aber von einem Abwehrspieler noch geklärt wurde, besaß Rapid seine bis dahin beste Gelegenheit. Nach knapp einer Stunde kam der Gastgeber dann wieder besser in Fahrt. Krells Freistoß spitzelte der aufgerückte Albert an die Latte (57.). Auch Peltsch (67.) und Krötzsch (81.) scheiterten nur knapp. Der RFC war in der Schlussphase etwas aktiver, musste aber vor den Kontern der Chemnitzer auf der Hut sein. So hätte Schwinge in der 89. Minute den Verlauf fast noch auf den Kopf gestellt, als er sich über rechts durchtankte und abschloss. Hinte konnte den Ball aber noch vor der Linie klären.

Es war ein 0:0 der besseren Sorte. Den einen Zähler hatten sich die Reichenbacher durch einen couragierten Auftritt mehr als verdient, was nach dem Schlusspfiff auch der Beifall von der Tribüne bewies.

Statistik Reichenbach: Rahm, Krell (65. Krötzsch), Particke, Kummer (80. Dathe), Kästner, Peltsch, Tenner, Süß, Horn, Hinte, Albert; SR: Ludwig (Callenberg), Zus.: 145

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