RFC: Die einzige Torchance ist ein Elfmeter

In der Fußball-Landesklasse kam der Reichenbacher FC daheim gegen den TSV Ifa Chemnitz nur zu einem 1:1 (0:0). Dabei spielte man eine Halbzeit lang in Überzahl.

Reichenbach.

Das Positive vornweg: Der Reichenbacher FC bleibt unter Neu-Trainer Carlo Kästner weiter ungeschlagen. Allerdings lässt ihn das dritte Unentschieden in Folge als Viertletzten weiter im Tabellenkeller festsitzen. Die Hausherren konnten gegen den ebenfalls in der Abstiegszone steckenden TSV Ifa Chemnitz nicht an die zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen und mussten am Ende froh sein, wenigstens einen Punkt auf die Habenseite gebracht zu haben.

"Der Wille war zwar da, aber wir haben nicht die richtigen Mittel gewählt, um hundertprozentige Torchancen herauszuarbeiten", meinte der RFC-Coach nach dem Abpfiff. Der Notizzettel, auf dem sonst die Tormöglichkeiten stehen, blieb diesmal unbeschrieben. Je näher sich die Reichenbacher dem gegnerischen Gehäuse näherten, desto ungenauer und fehlerhafter wurden sie. "Und wenn dann schon einmal der Ball vor das Chemnitzer Tor kam, waren wir dort nicht präsent. Die vielen Fehlabspiele brachten uns ständig ins Hintertreffen und zerstörten den Spielfluss", war Trainer Kästner mit der Leistung seiner Jungs nicht zufrieden.

Über die erste Halbzeit braucht man keine großen Worte zu verlieren. Nur bei einem Kopfball von Ifas Klein-Heinzmann (5.) lag ein Treffer in der Luft. Aufregend wurde die Partie erst kurz vor dem Halbzeitpfiff. Hauk trat in Höhe der Mittellinie gegen Peltsch nach, Schiedsrichterin Schubert schickte den Sünder vorzeitig mit Rot unter die Dusche. Trotz personeller Überzahl fiel dem Gastgeber weiter wenig ein. Und prompt geriet er in Rückstand: Elßner bekam einen Flankenball genau auf den Fuß serviert und konnte den Ball ohne Gegenwehr eindrücken. Wenig später hätte Ifa erhöhen können, als Klein-Heinzmann aus spitzem Winkel abzog, aber Hinte die Kugel kurz vor der Linie entschärfte. Mit der Brechstange versuchte Reichenbach die Niederlage abzuwenden. Das glückte - durch einen Foulelfmeter. Ein Chemnitzer traf im dichten Strafraumgedränge Süß am Bein. Der Gefoulte selbst schritt zur Tat und verwandelte. Bezeichnend für die Harmlosigkeit im Gästestrafraum war, dass dieser Elfmeter die einzige dicke Chance während der 90 Minuten für den RFC blieb. Trotz zahlreicher Eckbälle und Freistöße ließ Ifa hinten nichts anbrennen und war im Umkehrspiel gefährlich. So landete ein Kopfball, wieder von Klein-Heinzmann, in der 81. Minute auf dem Tordach.

"Es war schwere Fußballkost, die meine Jungs heute servierten. Der eine Zähler bringt uns zwar nicht viel weiter, aber schlimmer wäre es gewesen, wenn wir gegen einen unmittelbaren Konkurrenten wie IFA gänzlich leer ausgegangen wären. Wir müssen schauen, dass wir in einer Woche in Oberlungwitz endlich den Befreiungsschlag in Form eines Sieges landen", sagte Kästner.

Statistik Reichenbach: Lemke, Hinte, Strobel, Particke, Kummer (56. Krötzsch), Kästner (65. Krell), Peltsch, Tenner, Süß, Horn, Papkalla (46. Lange). Tore: 0:1 Elßner (54.), 1:1 Süß (72./Foulelfmeter), SR: Schubert (Ehrenfriedersdorf). Zuschauer: 120

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